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Mai 20

Mongolia – Stage 2 of the transsiberian railway

Als wir in den Zug einstiegen stieg die Spannung ins unermessliche, wen werden wir in unserem Zugabteil (4er Schlafwagen) haben? Für unsere erste Zugreise gab es einen Mongolen, welcher aber seit Jahren in Kanada lebt und eine Amerikanerin. Beiden waren sehr nett und freundlich und der Mongole versuchte einen neuen Weltrekord im Dauererzählen aufzustellen… Nach einigen Stunden und 5x den gleichen Geschichten erreichten wir dann die chinesisch-mongolische Grenze in Erlian. Dort werden nicht nur unser Pässe und Visas kontrolliert sondern auch die Spurbreite an allen Wagen gewechselt! Das heisst 6 Stunden Aufenthalt im Warteraum des Bahnhofs… Ausser man hat einen Mongolen dabei… Nachdem er mit einigen Grenzbeamten diskutiert hatte, konnten wir ohne Pässe die Kontrollen passieren und in die Stadt. Dort hat uns der freundliche Mongole sogar auf reichlich Essen und Bier eingeladen.

Nach sechs Stunden in Erlian und chinesischen Grenzkontrollen ging es dann weiter zu den mongolischen Grenzkontrollen und weiteren Stunden warten. Nachdem wir auch diese über uns ergehen liessen, konnten wir endlich ein paar Stunden schlafen und als wir die Augen wieder öffneten waren wir mitten in der mongolischen Steppe.

Erster Eindruck der mongolischen Steppe

Angekommen in Ulan Bataar begaben wir uns zu Fuss zum Hotel und gewannen einen ersten Eindruck von der Stadt… ein Drecksloch… aber mit super vielen tollen Restaurants. Am Nachmittag machten wir dann doch noch etwas Sightseeing auch wenn es wirklich nicht viel zu sehen gibt. Abends gönnten wir uns dann ein super leckeres mongolisches Barbeque und genossen einen lustigen Abend. Am Morgen danach ging unser Mongolien-Abenteuer richtig los und wir begaben uns in die Steppe um 3 Tage auf dem Rücken von Pferden durch die Steppe zu reiten!

In unserem Camp angekommen bezogen wir als erstes unsere Jurte komplett mit kleinem Holzofen um das Zelt zu heizen. Nach einer kleinen Wanderung auf einen der umliegenden Hügel und einem leckeren Mittagessen war es auch schon Zeit die Pferde zu satteln.

Unsere Jurte in der Steppe

So machten Frances und ich Bekanntschaft mit unseren Pferden, welche wir Flecki und Rainbow Pony tauften. Die Pferde in der Mongolei besitzen keine Namen und sind eigentlich halb wild, da sie nur sehr spärlich geritten werden. Das Mädchen, welche uns jeweils auf den Ausritten begleitete ritt auch jeden Tag ein anderes Pferd. Aber das machte keinen Unterschied! Ich habe noch nie jemanden so reiten sehen, diese Geschwindigkeit und Präzision waren unglaublich!

Flecki und Rainbow Pony

Der erste Ausritt war sehr gemütlich und nach 2 Stunden im Sattel und einem Bierstopp in der lokalen Kneipe war die Sache auch schon vorbei und machte Lust auf mehr. Und MEHR gab es am nächsten Tag auf einem ganztägigen Ausritt. Wir waren über 8 Stunden im Sattel und am Abend hatten wir beide ausreichend Schmerzen allen den unterschiedlichsten Stellen.  Aber das Gefühl durch die mongolische Grassteppe zu galoppieren war jedes bisschen Schmerz mehr als Wert!

Anfangs hatten Flecki und ich einige Differenzen was die Geschwindigkeit im Schritt betraf, aber nachdem er Bekanntschaft mit meiner Peitsche machte verstanden wir uns prächtig. Und so langsam Flecki im Schritt war so kraftvoll war er im Galopp. Frances und ich galoppierten fröhlich nebeneinander, als es ihr zu langsam wurde und sie ihrem Rainbow Pony das verbale Kommando zum beschleunigen gab (Zschu). Ihrem Pferd war dies jedoch gleichgültig… Flecki hingegen erachtete dies als Gelegenheit zu zeigen was in ihm steckt und beschleunigte… Der Kopf ging nach unten und der Rücken wurde immer flächer, als Flecki sich dem gestreckten Galopp näherte… Anfangs hatte ich einfach nur Angst als unerfahrener Reiter, aber mit der Zeit konnte man es wirklich geniessen in vollem Galopp durch die Steppe zu rasen!

Flussdurchquerung auf Flecki

Am dritten Tag gab es dann  nur noch einen kleinen Ausritt am Morgen da am Nachmittag der Zarengold Zug bei uns halt machte. Diese Luxusvariante der Transsibirischen Eisenbahn fährt nur 3x im Jahr und geniesst in der Mongolei eine Folklorshow mit Ringen, Bogenschiessen und Pferdedarbietung. Wir nutzten also die Gelegenheit diese Show nebenbei zu geniessen.

Reitershow für den Zarengold Zug

Danach ging es zurück nach Ulan Bataar und weiter mit dem Zug Richtung Russland.

Hier findet ihr die Bilder aus der Mongolei.

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