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Jun 16

Russia – Stage 3 of the transsiberian railway

Von Ulan Bataar aus ging es mit dem Zug weiter Richtung Russland. Leider hatten wir dieses Mal sehr langweilige Mitreisende im Abteil. Das Pärchen aus Canada hat weder mit uns noch miteinander mehr als 20 Worte gewechselt auf der 30 stündigen Zugfahrt. Wobei die Fahrt selbst nur 18 Stunden dauerte… dazu kamen noch 12 Stunden russische Grenzkontrolle.

Da wir in Irkutsk, unserem ersten Stopp in Russland, bereits über die Reiseagentur ein Hotel bzw. Homestay gebucht hatten, wurden wir direkt von Bahnhof abgeholt und zu unserer Unterkunft gefahren. Gleichzeitig erhielten wir auch alle unsere restlichen Zugtickets für Russland.

Den ersten Tag in Irkutsk verbrachten wir damit die Stadt zu erkunden und unseren Ausflug zum Baikal See, dem eigentlichen Ziel, zu buchen. In Irkutsk selbst gab es ausser einigen Kirchen und Statuen nicht sehr viel zu sehen und wir waren froh als es am nächsten Morgen los ging auf die Olkohn Insel im Baikal See.Die Perle von Sibirien wird ihrem Namen mehr als gerecht und der See ist einfach nur wunderschön. Am ersten Abend machten wir einen kleinen Spaziergang und genossen einen herrlichen Sonnenuntergang. Danach stürzten wir uns mutig in die 5 Grad kalten Fluten! Angeblich soll ein Bad im Baikal See das Leben um 5 Jahre verlängern! Wir fühlten uns aber eher erfroren und waren froh in unser geheiztes Zimmer zu gelangen.

Sonnenuntergang am Baikal See

Am nächsten Tag machten wir dann eine 4 WD Tour um die Insel zu erkunden und besuchten einige wunderschöne Aussichtspunkte. Das Wetter war wunderbar und Himmel und See waren blau im blau. Auf der Tour lernten wir Emma kennen und verbrachten mit ihr einen lustigen und sehr Vodkalastigen Abend.

Baikal See

Am nächsten Morgen ging es auch schon wieder zurück nach Irkutsk wo wir den Abend mit einer kleinen Pub Tour abschlossen. Weiter ging es mit dem Zug nach Tomsk der angeblich schönsten Stadt von Sibirien. Die Fahrt war recht kurzweilig, da der nette Russe im Abteil Frances mit Drogen (waren wohl nur Erkältungspillen) ausser Gefecht setzte und mit mir fröhlich eine Flasche Vodka killte.

In Tomsk selbst suchten wir zuerst unser Hotel, was einige Zeit dauerte und einen 2 km Fussmarsch beinhaltete. Das Hotel selbst war aber super schön und wir hatten eine riesige Suite mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad! Da wir in Tomsk reichlich Zeit hatten verbrachten wir 4 gemütliche Tage mit Sightseeing, Sonnenbaden und die Natur in den Parks zu geniessen.

Unendlicher Wald von Tomsk

Leider waren die berühmten Holzhäuser nicht ganz so eindrücklich wie erwartet aber dafür hatte es eine wunderschöne Flusspromenade (Tom-Prom) und einen tollen Birkenwald. Alles in allem waren die 4 Tage in Tomsk sehr gemütlich, da die Stadt eine sehr relaxte Atmosphäre hat besonders für Russland. Ausserdem genossen wir es reichlich People Wachting zu betreiben. Die Tomskerinnen sind wahrscheinlich die modebewusstesten Russen!

Holzhäuser im Tomsk

Von Tomsk ging es dann weiter mit einer 50 stündigen Etappe im Zug nach Nizhniy Novgorod wobei wir auf dem Weg einen Eindruck von Novosibirsk und Jekaterinburg gewinnen konnten. In Nizhniy Novgorod hatten wir nur einen Tag Zeit um die Stadt zu besichtigen bevor es mit dem Nachtzug weiter ging nach Kazan der Hauptstadt von Tatarstan.Wir nutzten diese Zeit um den Kremel zu besichtigen und die Aussicht auf die Volga zu geniessen. Es war besonders eindrücklich zu sehen wie viele Paare im Moment in Russland heiraten. Wir haben bestimmt 10 Brautpaare alleine für Fotosessions im Kremel angetroffen.

Kremel von Nizhniy Novgorod

In Kazan verbrachten wir zwei herrliche Tage und machten interessante Bekanntschaften im Hostel. Kazan selbst fällt hauptsächlich durch seine sehr eigenwillige auf antik getrimmte Architektur auf und hat einen wunderschönen Stadtkern mit Moschee und Kirche nebeneinander. In unseren zwei Tagen unternahmen wir ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt und genossen das eine oder andere Bier in einem der zahllosen Restaurants. Wobei besonders auffiel wie gut renoviert die meisten alten Häuser in Kazan sind und wie sauber die Stadt als gesamtes wirkt.

Moschee im Kremel von Kazan

Von Kazan ging es weiter nach Moskau wo wir den ersten Tag mit Power-Sightseeing verbrachten und alle wichtigen Punkte der Stadt abhakten.

Roter Platz in Moskau

Den zweiten Tag verbrachten wir dann hauptsächlich auf einem riesigen ehemaligen Ausstellungsgelände, welches wir per Inlineskates erkundeten. Diese 10 km2 grosse Ausstellung präsentiert all die tollen Errungenschaft des Kommunismus und soll dessen Überlegenheit demonstrieren. Auch wenn das Experiment Kommunismus gescheitert ist, so sind die riesigen Statuen und Gebäude noch immer eindrücklich. Ausserdem hat es ein sehr neues und modernes Museum zur Raumfahrtgeschichte von Russland.

Austellung zum russischen Raumfahrtprogramm

Von Moskau ging es dann mit dem Nachtzug weiter nach Sankt Petersburg wo wir nochmals einige ruhige Tage verbrachten und das herrlich Wetter genossen. Wir besichtigen einige der zahllosen Kirchen und natürlich die berühmte Kunstausstellung in der Hermitage. Hier gefielen aber die opulenten Räume des ehemaligen Sommerpalasts wesentlich besser als die eigentliche Kunstaustellung. Einen Abend verbrachten wir mit einer Veloführung zu den berühmten Zugbrücken, welche sich um 1 Uhr nachts für den Schiffsverkehr öffnen. Generell waren die Nächte in Sankt Petersburg sehr schön, da die Sonne um diese Jahreszeit nur für 3 Stunden untergeht und es daher nie wirklich dunkel wird. Am letzten Tag hiess es dann noch Souvenirs kaufen und noch ein letztes Mal mit Frances in den Ausgang.

Zugbrücke in Sankt Petersburg

Dann war nach 5 Wochen, 10000 km und 160 Stunden Zugfahrt unsere gemeinsame Zeit zu Ende und unsere Wege trennten sich am Flughafen. Frances flog zurück in die Schweiz und ich wieder nach Brisbane in Australien. Vielen Dank an dieser Stelle an Frances für die tolle Idee mit der Transsibirischen Eisenbahn! Wie immer war meine Reisezeit mir Frances super und ich werde sie schmerzlich vermissen.

Hier gibt es die Bilder von Russland.

1 Kommentar

  1. Urs

    Hoi Dani

    Dein Russland-Bericht und die Bilder lassen viele Erinnerungen in mir aufsteigen. Es sind mittlerweile 15 Jahre her, seit ich das letzte Mal im Riesenland war. Wird sich viel verändert haben. Aber jetzt bin ich vor allem gespannt, wie Deine Reise in Australien weiter geht. :-))

    Toi, toi, toi & LG,

    Urs

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