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Jul 05

Brisbane to Mackay

Zurück in Brisbane holte ich erst einmal meinen fahrbaren Untersatz beim Mechaniker ab. Dieser hatte mein Auto durchgecheckt und die nötigen Reparaturen vorgenommen. Sehr zu meiner Freude kam das Ganze wesentlich billiger als veranschlagt!

Wiedervereint mit meinem Auto machte ich mich auf die Suche nach 2 neuen Mitreisenden. Diese waren dann mit Jannik aus Deutschland und Pierre aus Frankreich auch schnell gefunden und nach nur zwei Tagen in Brisbane war ich bereits wieder unterwegs weiter Richtung Norden.

Unser erster Stopp führte uns in die Glashouse Mountains nördlich von Brisbane wo wir einen der kleinen aber unglaublich steilen Hügel bestiegen und das Panorama genossen. Da Jannik sich freiwillig für den Swag entschieden hat war auch das Camping kein Problem und wir genossen unsere ersten paar Biere zusammen on the road.

Glasshouse Moutains National Park

Am nächsten Tag besuchten wir dann den sehr kostspieligen Australia Zoo von Steve Irwine. Der Zoo selbst ist hübsch gemacht, aber die berühmte Krokodilshow ist sehr stark überbewertet und langweilig. Trotzdem verbrachten wir den ganze Tag im Zoo um etwas für unsere 60$ zu erleben. Immerhin sind die Kängurus sehr zutraulich wenn man sie etwas füttert…

Australia Zoo

Weiter ging es Richtung Norden nach Noosa wo wir den Nachmittag mit einer kleinen Wanderung verbrachten und uns die Permits für den Great Sandy National Park und Fraser Island organisierten. Am nächsten Morgen begann dann das erste Off-Road Abenteuer mit Jannik und Pierre mit einer 70 km Fahrt am Strand durch den Great Sandy National Park. Auf dem Weg bewunderten wir eine Canyons mit Sand in den verschiedensten Farben.

Great Sandy National Park (Red Canyon)

Vom Inlet Point aus ging es dann mit der Fähre nach Fraser Island. Bereits die Anfahrt zur Fähre machte uns klar: Fraser ist 4WD only. Die Fähre legt nicht an einen Pier an sondern direkt am Sandstrand je nach Gezeiten etwas weiter oben oder unten und man muss sich erstmals durch den tiefen Sand aufs Boot kämpfen.

Auf Fraser Island angekommen fuhren wir nochmals 30 km den Strand entlang bevor wir uns dann auf kleinen Inlandstrassen zum Lake Boomanjin kämpften. Dort verbrachten wir unsere erste Nacht auf Fraser bevor es am nächsten Tag weiter ging zum Lake Birrabeen und Lake Mckenzie. Lake Mckenzie ist berühmt für seine vielen Blautöne und daher ab 11 Uhr richtig überfüllt mit Backpacker-Touren. Wir waren zum Glück etwas früher da und konnten noch ungestört unsere Fotos machen und etwas in den kalten Fluten schwimmen.

Lake Mckenzie auf Fraser Island

Lake Birrabeen ist weit weniger bekannt und überfüllt aber mit seinen Gelb-, Grün- und Blautönen beinahe noch schöner.

Lake Birrabeen auf Fraser Island

Als letztes besuchten wir noch Lake Wabbo, welcher sich am Rande einer riesigen Düne befindet.

Unsere zweite Nacht auf Fraser verbrachten wir dann am Strand mit Blick auf ein Wrack vor Fraser Island. Da die Flut unsere Weiterfahrt am nächsten Morgen verzögerte unternahmen wir eine Wanderung zum und durch den Elli Creek. Wobei wir von einer Gruppe von 5 Dingos begleitet wurden. Die Dingos von Fraser Island gehören zu den reinsten in ganz Australien und sind wirklich wunderschöne wenn auch nicht ganz ungefährliche Tiere.

Dingo am Strand von Fraser Island

Als der Strand wieder befahrbar war, machten wir uns auf Richtung Nordende der Insel vorbei am Indian Head mit seiner super Aussicht und den Champagne Pools, wo wir uns in Abwesenheit von Champagner das erste Bier des Tags gönnten.

Blick auf den Stand von Fraser Island (Idian Head)

Danach versuchten wir uns schlau zu machen, wie die Bedingungen für die Fahrt zum Sandy Cape sind… Leider wusste niemand Bescheid und wir legten einfach mal los. Nach einigen km am Strand kamen wir dann zur ersten Felsenpassage und fanden bereits zwei feststeckende Autos vor, welche auf den Rückweg waren. Nachdem die Autos wieder frei waren, machten wir uns selbst auf den Weg und überwanden die ersten Felsen ohne Probleme. Bei der zweiten Passage wurde es dann schon enger… Weil das Wasser bereits zu hoch war um die Felsen zu umfahren… Wir bleiben beinahe im Sand hängen… ging es also durch dir Felsen…  Das Auto stand hin und wieder ganz schön schräg und Pierre musste aussen am Fenster hängend das Auto stabilisieren… Nachdem aber auch dieser Punkt überwunden war ging es nochmals 50 km den Strand entlang bevor wir den Leuchtturm am Nordende erreichten. Viel zu sehen gab es nicht und wir schlugen unser Lager auf und versuchten unser Glück beim Fischen.

Da wir am nächsten Morgen die Fähre erwischen mussten, wollten wir mit der Ebbe morgens zurückfahren, wobei morgens um 3:50 war. Somit machten wir uns mitten in der Nacht auf die abenteuerliche Rückfahrt. Waren die Felsen schon bei Tageslicht sehr spannend so waren sie im Dunkeln Action pur. Aber Jannik und Pierre manövrierten mich super durch die Passagen und wir kamen gut voran. Als wir dann einige Felsen umfahren wollten, blieben wir an einer Düne stecken und nicht einmal mit der Seilwinde kamen wir hoch. Nach einer halben Stunde vor und zurück bemerkten wir dann, dass es ohnehin der falsche weg war (ups). Mittlerweile war es aber Dämmerung und der Rest war kein Problem mehr. Auf dem Weg zur Fähre besuchten wir nochmals einige Seen und fanden einen toten Hai und eine sehr lebendige Python.

Hai auf Fraser Island

Zurück auf dem Festland beschlossen wir einen Umweg ins Landesinnere zu machen um die Carnarvon Gorge zu besichtigen. Leider hatte das Wetter mittlerweile auf Regen umgestellt und wir wanderten zwei Tage durch den Regen. Trotzdem war die Schlucht und auch die Aboriginal Kunst sehr eindrücklich.

Kunst im Carnarvon Gorge National Park

Von Carnarvon ging es dann über Emerald weiter nach Saphire in die Gemfields, wo wir unser Glück beim Saphir schürfen versuchten. Das war ganz lustig und gab eine Menge Souvenir Saphire und sogar den einen oder andere „schleiffbaren“ Edelstein. Aber leider waren all die wirklich grossen Steine nur Steine und keine Edelsteine und keiner von uns wurde zum Millionär. Von Saphire aus ging es dann durch riesige Kohleabbaugebiete zurück an die Küste nach Mackay.

Hier findet ihr die neusten Bilder von QLD.

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