«

»

Dez 22

Christchurch to Dunedin

In Christchurch angekommen musste ich mich erst einmal um die wesentlichen Dinge kümmern; Internet und Telefon :-). Nachdem ich wieder mit der Welt in Verbindung stand begann das stundenlange warten auf den Flug meiner Eltern. Nach gefühlten 10 Stunden waren auch sie endlich in Christchurch gelandet und wir konnten unseren Jucy Campervan in Empfang nehmen. Da wir alle ziemlich erschöpft waren von den Flügen gingen wir nur noch schnell einkaufen (erster Preisshock) und dann auf dem Campingplatz (zweiter Preisshock…). Da war schon mal klar, Neuseeland ist kein bisschen billiger als OZ :-(.

Unser Jucy Campervan vor dem Mueller Gletscher

Am nächsten Morgen machten wir uns auf Christchurch zu erkunden. Leider gibt es dort wenig zu sehen. Nach dem Erdbeben waren ja bekanntlich viele Gebäude stark beschädigt und wurden/werden daher abgerissen und ganze Quartiere sind abgesperrt. Also haben wir ausser Baustellen und dem schönen Botanischen Garten nicht allzu viel gesehen.

Aussicht auf die Banks Peninsula

Weiter ging es auf die südlich von Christchurch gelegene Banks Peninsula, welche die typisch neuseeländische Landschaft mit Strand und Bergen in Perfektion wiedergibt. Da ich beschloss etwas abseits der Touristenströme die Halbinsel zu erkunden, genoss unser Campervan auch schon seine ersten Offroad Erfahrungen. Ausserdem wagten wir den Aufstieg zum Montgomery Peak und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Zum Übernachten parkierten wir dann unseren Jucy direkt an einem traumhaften Strand der Halbinsel.

Blick vom Montgomery Peak

Weiter ging es dann ins Landesinnere wo wir als ersten Mt Sunday (besser bekannt als Edoras aus Herr der Ringe) besichtigten und bestiegen. Das Wetter war nicht optimal aber die Aussicht war immer noch super. Auf dem Weg dahin (Gravel Road) trafen wir dann auch eine der Herr der Ringe Touren und man glaubt’s nicht, aber der Tour Bus (4WD) hatte einen platten Reifen und keinen Wagenheber dabei :-). Zum Glück kam ein anderes Auto und mit vereinten Kräften brachten wir das Auto wieder auf Kurs.

Plain of Rohan bei Edoras (Blick vom Mt Sunday)

Weitere Highlight in der Region waren die Rakaia Gorge mit dem wunderschön blau-türkisen Gletscherwasser und der Big Tree Walk, bei welchem man einige der alten Totara (Podocarpus totara) bestaunen kann. Diese bis zu 2000 Jahre alten Bäume haben einen massiven Stammumfang und riesige zum Teil abgestorbene Äste.

Rakaia Gorge

Danach fuhren wir noch weiter ins Landesinnere zum Lake Tekapo wo wir bei Regen auf den Mt John stiegen. Da das Wetter doch eher bescheiden war, sahen wir die tollen Blautöne im See nicht wirklich und auch den berühmten Sternenklaren Himmel bekamen wir nicht zu Gesicht. Somit machten wir uns bei wolkenverhangenem Himmel auf zum Mt Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Bei erneuten Regen unternahmen wir zwei kleiner Wanderungen zum Tasman und Hook Gletscher und bestaunten die kleinen aber feinen schwimmenden Eisberge im Gletschersee.

Blick auf dem Lake Tekapo vom Mt John

Am nächsten Morgen wurden wir dann von herrlichem Bergwetter begrüsst und machten uns früh am Morgen auf zur Mueller Hütte. Diese kurze 5.2 km lange Wanderung hat es in sich, da auf dieser kurzen Strecke 1050 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Daher heisst es zuerst 1800 Treppenstufen hoch und dann über die Schneefelder. Nach 3.5 Stunden war der Aufstieg geschafft und es ging gleich weiter auf den Mt Olivier. Dieser nicht sonderlich beeindruckende Gipfel auf 1950 m liefert einen tollen Ausblick auf den Mt Cook und war der erste Berg welcher Sir Edmund Hillary als Jugendlicher bezwang. Danach war er ja bekanntlich als erster Mensch auf dem Mt Everest, es wartet also eine grosse Bergsteiger Karriere auf mich :-). Der Abstieg ging dann um einiges schneller, besonders über die Schneefelder welche ich auf meinem Hinterteil bewältigte.

Panorama mit Mt Cook vom den Mueller Hütte

Auf unserem Weg zurück zur Küste besuchten wir zuerst die Clay Cliffs. Diese Lehm Klippen sind über 100 m hoch und bilden eindrückliche Formationen und Nistplätze für unzählige Felsentauben. Ganz in der Nähe befinden sich auch die Elefant Rocks, welche als Kulisse für den Film Narnia dienten. Zurzeit befinden sich dort jedoch weder Filmstars noch sprechende Tiere sondern nur zahllose Merino Schafe :-).

Merino Schaf bei den Elefant Rocks

Zurück an der Küste in Oamaru besuchten wir die beiden dort ansässigen Pinguin Kolonien und bewunderten sowohl Gelbaugenpinguine (Megadyptes antipodes) wie auch Zwergpinguine (Eudyptula minor). Ausserdem machten wir einen Rundgang durch den viktorianischen Stadtkern und besuchten wieder einmal einen Botanischen Garten. Danach fuhren wir weiter der herrlichen Küste entlang nach Süden Richtung Dunedin und bestaunten unterwegs die kugelrunden Steine bei den Moeraki Boulders.

Neuseeländische Pelzrobbe (Arctocephalus forsteri)

Nun sind wir in Dunedin angekommen und bereiten uns langsam aber sicher auf unser Weihnachten in NZ vor. Euch allen Frohe Weihnachten und hoffentlich weisse Weihnachten!

Hier gibt’s die ersten Bilder von NZ.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Connect with Facebook