Aug 27

The Savannah Way

In Cairns traf ich mit Flora und Vanessa, welche mich auf meinem Weg nach Darwin begleiten wollten. Nachdem wir uns mit Vorräten eingedeckt hatten, ging es als erstes zu den Barron Falls und einigen anderen Wasserfällen.

Barron Falls

Unsere erste Nacht verbrachten wir dann auf dem Atherton Plateau. In der Nacht wurde es wirklich kalt und unsere Badetücher, welche wir zum Trocknen draussen hängen liessen waren gefroren. Also nichts wie weiter auf dem Savannah Way ins Outback, wo es doch um einiges wärmer sein sollte. Die nächsten paar Tage verbrachten wir hauptsächlich mit fahren (wieder einmal auf Schotterpisten…) und campieren an einem der zahlreichen Bäche. Unser erster richtiger Stopp war in Normaton wo wir Benzin und unsere Vorräte auffüllten. Weiter ging es in den Lawn Hill National Park, wo wir am Morgen einige Wanderungen unternahmen und am Nachmittag durch die Schlucht zu einigen Wasserfällen kanuten.

Lawn Hill National Park

Den Abend verbrachten wir kurz ausserhalb von Lawn Hill auf einer Cattle Station wo wir den Cowboys bei der Arbeit zuschauen konnten. Danach hiess es wieder anschnallen und weiterfahren für die nächsten Tage. Nach einigen hundert Kilometern war es dann so weit und wir überquerten die Grenze von Queensland in das Nothern Territory. Mein Auto war nach fast einem Jahr endlich wieder zu Hause :-).

Back in NT!

Ausser dem Staat änderte sich aber wenig und wir hatten immer noch einige hundert Kilometer Schotterpiste vor uns bevor wir in Mataranka wieder auf einen richtigen Highway stiessen. In Mataranka selbst genossen wir einige Stunden in den thermalen Quellen bevor wir weiter nach Katherine fuhren. Dort konnten wir zum ersten Mal seit fast 2 Wochen Lebensmittel zu normalen Preisen erwerben und uns für die nächsten Tage eindecken. Von Katherine aus besuchten wir die Katherine Gorge und Edith Falls.

Eliot Falls

Den nächsten Tag verbrachten wir dann an den heissen Quellen nahe Douglas wo wir auch übernachteten. Nachts mit sternenklarem Himmel im 30° warmen Wasser mitten im Dschungel zu liegen hat schon was. Da können die heimischen Spa’s im Schwarzwald einpacken und das Ganze ist erst noch umsonst. Erholt ging es am nächsten Morgen weiter in den Kakadu National Park zu den Gunlom Falls mit dem einzigartigen Infinity-Pool.

Infinity Pool bei Gunlom Falls

Als nächsten besuchten wir dann noch die Mabuk Falls bevor wir unser Nachtlager in der Nähe der Jim Jim Falls aufschlugen. Am darauffolgenden Tag standen die Twin Falls auf dem Programm. Um zu diesen zu gelangen mussten wir erst einmal 20 km Off-Road bewältigen und den mächtigen Jim Jim Creek überqueren. Die Wasserfälle selbst waren nicht sehr eindrücklich, aber die Wanderung entlang der Schlucht bietet atemberaubendes Panorma und gute Bademöglichkeiten.

 

Top of Twin Falls

Danach war es auch schon Zeit nach Darwin aufzubrechen. Als letztes machten wir noch eine der berühmten Krokodil-Touren auf dem Adelaide River. Nun bin ich aber in Darwin angekommen und geniesse meine Zeit mit Albi und seinen Freunden. Aber zu meinen Abenteuern in und um Darwin schreibe ich später mehr.

 

Jumping Croc im Adelaide River

Hier gibt es die neusten Bilder von QLD und Nothern Territory.

Jul 31

Great Barrier Reef

Am 28 July ging es um 6 Uhr Morgens von Cairns aus für 3 Tage auf ein Tauchboot zum Great Barrier Reef oder genauer gesagt zum Mellin und Flynn Reef. Die Fahrt zum Riff hatte es in sich mit 35 Knoten (65 km/h) Wind und damit einhergehenden Wellen. Aber einmal mehr hat sich gezeigt, dass ich nicht so schnell Seekrank werde :-). Während sich einige andere Leute ständig übergaben und die Fische fütterten machte ich ein gemütliches Schläfchen.

Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus)

Nach 3 Stunden waren wir am Riff und um 1030 ging es auch bereits in Wasser zum ersten Tauchgang. Da ich keinen Buddy hatte, wurde mir zufällig die Südkoreanerin Hyeyeong zugeteilt. Wie sich bereits beim ersten Tauchgang herausstellte ein Glückstreffer. Obwohl sie erst 20 Tauchgänge hatte, war sie sehr sicher im Wasser und das Beste sie brauchte kaum Luft :-). Wie üblich waren die Tauchgänge auf 50 bar oder 60 Minuten beschränkt und wir waren immer die letzten an Board und kein Tauchgang war kürzer als 55 Minuten :-).

Halsband-Anemonenfisch (Amphiprion perideraion) in einer Prachtanemone (Heteractis magnifica)

In den 48 Stunden nach unserem ersten Tauchgang machten wir noch 10 weitere 2 davon Nachts. Nach 11 Tauchgängen und insgesamt rund 10 Stunden unter Wasser am Great Barrier Reef fuhren wir sehr müde aber glücklich zurück nach Cairns. Wir sahen nebst unzähligen bunten Fischen auch einige Schildkröten, Haie, Rochen, Minki und Buckelwale! Man kann sich wirklich nicht beschweren!

Halfterfisch (Zanclus cornutus)

Wer sehr viel Zeit hat kann sich hier die Bilder vom Great Barrier Reef anschauen. Alle sind noch unbearbeitet und ich habe im Moment keine Zeit und Literatur um alle Fische zu bestimmen. Ich werde mich aber in den nächsten Wochen da durch kämpfen.

Rotfeuerfisch (Pterois miles)

Jul 28

Cape York via OTT and Frenchman Track

Von Cairns aus ging es also los Richtung Cape York. Unsere erste Nacht verbrachten wir kurz vor Cooktown, wo wir uns am nächsten Morgen mit den nötigen Essens und Dieselreserven eindeckten. Als erstes stand der Lakefield National Park auf dem Programm, wo wir nebst vielen Ameisen und riesigen Termitenhügeln auch die zahlreichen Wasservögel an den See beobachten konnten. Leider blühten die unzähligen Seerosen nur sehr spärlich, ansonsten muss es sehr eindrücklich aussehen.

Seerosen im Lakefield National Park

Die Fahrt durch den Lakefield National Park gab uns schon mal einen Vorgeschmack auf das Offroad-Abenteuer Cape York. Die Schottenpisten waren zwar in relativ gutem Zustand, hatten aber an einigen Stellen starke Erosionsschäden. Ausserdem gab es einige erste kleine Bäche zu durchqueren.

Steppenlandschaft im Lakefield National Park

Weiter ging es vom Lakefield National Park entlang der Peninsula Development Road Richtung Coen. Wo wir zum letzten Mal Diesel für unter 2$ tanken konnten. Nach eine Nacht an einem der Bäche in der Nähe von Coen ging es weiter Richtung Bramwell Junction wo sich die Spreu von Weizen trenn. Auf dem Weg dahin rüttelten aber die Schottenpisten erst einmal alles im Auto lose… An der Junction angekommen mussten wir entscheiden ob wir den Old Telegraph Track (OTT) in Angriff nehmen wollen oder lieber die Umfahrung zum Cape York nehmen. Nach einigen Informationen von Lokals entschieden wir uns einmal zum ersten Crossing, Palm Creek, zu fahren. Dort angekommen waren wir nicht alleine, etwa 20 Personen hatten sich bereits eingefunden und beobachteten die 4WD’s wie sie die steilen Uferböschungen hinunter rutschen durch den Bach rasen und sich auf der Gegenseite im Schlamm festfressen :-).

Einfahrt in den Palm Creek

Wir genossen die Show und machten uns dann auf zurück zur Bramwell Junction, wo wir campierten. Dort trafen wir 2 Aussi Typen, welche den OTT komplett gefahren sind und in Nolans Brook heftig hängen blieben. Aber mehr zu Nolans Brook später. Die beiden Typen waren hauptsächlich damit beschäftig Bier zu trinken, da ihr Kühlschrank den OTT nicht überlebte :-). Am nächsten Morgen lag es dann an uns zu entscheiden, welchen weg wir wählen. Nach den Eindrücken des Schlamm-Massakers vom Vortag am Palm Creek fällten wir die einzig richtige Entscheidung… Wir wollen da auch durch :-).

Ausfahrt aus dem Palm Creek

Gesagt getan. Zum Glück lief es relativ gut und wir kamen ohne nennenswerte Schäden hinunter und kämpften uns auf der anderen Seite ein gutes Stück hoch. Danach hiess es Seilwinde raus und uns aus dem Schlamm ziehen. Danach folgten einige schöne aber nicht sehr schwierige Creeks (Ducie, Alice, Dalhunty, Berti) bevor wir am berühmten Gunshot Creek ankamen. Zum Glück hatten wir uns vorher darüber informiert, dass es einen Chicken-Track. Wobei dieser auch nicht ganz ohne war!

Chicken-Track am Gunshot Creek

Es gibt aber tatsächlich Leute, welche den Gunshot fahren und das ist wirklich eindrückliches 4WD. (Hier ein Video von youtube.)

The Gunshot… eigentlich einfach 2m freier Fall..

Weiter ging es zum Cackatoo Creek wo wir campierten und eine tolle Nacht auf dem OTT verbrachten. Auffällig war am ganzen Cape York Abenteuer, aber besonders auf dem OTT, dass man keine Backpacker sieht :-). Hier hoch kommen nur 4WD’s in sehr gutem Zustand, alles andere ist zum Tode verurteilt.

Am nächsten Morgen durchquerten wir dann den Sailors Creek und machten uns auf zu den Fruitbat und Elliot Falls wo wir den ganzen Tag mit Relaxen verbrachten. Die Wasserfälle mit ihren Pools sind wirklich super entspannend besonders mit einigen Biers und bieten Abkühlung von der Hitze.

Fruit Bat Falls

Weiter ging es durch den Chanel Creek und Sams Creek.

Sam Creek

Danach bot sich uns die letzte Gelegenheit den OTT vor Nolans Brook zu verlassen, was wir nach einigen Überlegungen auch taten. Wir fuhren also das letzte Stück auf der Umfahrungsstrasse und beschlossen uns von Norden her Nolans Brook zu nähern um uns das Ganze einmal anzuschauen. Als wir ankamen steckte auch bereits ein Auto im Crossing fest. Was an den meisten anderen Bächen nicht weiter schlimm wäre, ist recht ärgerlich in Nolans Brook, da das Wasser etwa 130cm tief ist. Als Folge davon läuft das Auto ganz schön voll mit Wasser :-).

Nolans Brook .-)

Wir lernten an diesem Crossing eine Menge Leute kennen, welche Kühlschränke, Laptops, Telefone uns an die Fluten verloren haben. Somit waren wir froh uns diesen Spass nicht gegönnt zu haben. Im Jahr 2011 wurde alleine in Nolans Brook 34 Autos von der Versicherung als Totalschaden abgeschrieben :-). Wir machten uns also weiter auf Richtung Cape und übernachteten auf einem schönen Zeltplatz direkt am Strand von Unimagico. Am nächsten Tag hatten wir es dann endlich geschafft und kamen am nördlichsten Punkt von Australien an.

Blick auf die Torrent Strait Islands vom Cape York

Den Nachmittag verbrachten wir dann mit einer kleinen 4WD Runde, welche uns durch Regenwälder zu 5 sehr abgelegenen aber schönen Stränden führten. Leider ist schwimmen im tropischen Norden mit den vielen Krokodilen nicht sehr empfehlenswert.

5 Beaches Drive auf Cape York

Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher nach Weipa um unsere Vorräte aufzufüllen und unser Glück beim Fischen zu versuchen. Leider waren wir beide nicht sehr erfolgreich und es gab Ravioli und keinen Fisch :-(. Am nächsten Morgen machten wir uns auf Richtung Iron Range National Park und der kürzeste Weg dahin war der Frenchmans Track. Wir hatten uns nicht ernsthaft mit dem Track beschäftigt und fuhren einfach mal los. Der Track selbst war in recht schlechtem Zustand und sehr stark erodiert, was unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf 5 km senkte… Nach etwa einer Stunde auf dem Track trafen wir zwei sehr verwirrte Aussis, welche sich Offroad verirrt hatten und seit 2 Tagen ohne Plan umherfahren :-). Sie waren sehr froh zu hören, dass sie bereits nahe an der Hauptstrasse sind… für uns ging es aber weiter entlang des Tracks und durch den ersten Fluss. Vor 3 Wochen hätte ich noch sehr lange überlegt ob wir diese Crossing alleine meistern können, aber nachdem der Troopy auf dem OTT zeigte was er kann, fuhren wir ohne Zögern durch.

Frenchman Track (Einfahrt zum ersten Crossing)

Nach einigen weiteren Stunden auf dem Track erreichten wir dann das zweite Crossing und mussten erst  einmal tief durchatmen. Extrem steinige Einfahrt, brusttiefes Wasser und eine Schlammige extrem steile Ausfahrt. Aber zurück war keine Option also ging es los und durch da. Wir kamen zum Glück mit ein paar kleinen Kratzern die Einfahrt hinunter und ohne Probleme durch das Wasser aber dann war auch Schluss. Wobei wir es beinahe bis nach Oben geschafft hätten… Also hiess es wieder einmal Seilwinde raus und uns selbst an einem Baum hochziehen. Dies klappte wiederum problemlos und nach weiterenn 2 Stunden hatten wir den Frenchmans Track gemeistert und campierten im Iron Range National Park.

Frenchman Track Crossing Nummer 2

Am nächsten Tag besuchten wir dann den Chilli Beach wo wir uns selbst frische Kokosnüsse von den Bäumen pflückten. Mit Axt und Säge machten wir uns daran die Nüsse zu knacken und zu Essen. Danach hiess es 400km durchschütteln auf Schotterpisten bevor wir die Nacht in der Nähe von Coen verbrachten.

Kokos-Nuss am Chilli Beach im Iron Range National Park

Am Morgen danach meisterten wir dann noch die letzten paar hundert km Schotterpiste und übernachteten in der Nähe von Cooktown. Weiter ging es Richtung Süden zum Cape Tribulation mit wunderschönen von Mangroven gesäumten Sandstränden. Ausserdem besuchten wir den Daintree National Park wo wir eine Flussfahrt zu den Krokodilen und Wasservögeln unternahmen. Am Abend gönnten wir uns dann den Fisch des Tages in einem Restaurant in Port Douglas und campierten ein letztes Mal direkt am Strand.

Cape Tribulation

Danach war unser Cape York Abenteuer auch schon zu Ende und ich war wieder zurück in Cairns.

Hier findet ihr die neusten Bilder von QLD

PS: Wer sich fragt, warum mein Auto auf keinem der OTT Bilder zu sehen ist, ganz einfach wir waren nur 2 Personen und einer muss fahren und der andere navigieren. Daher haben wir oft keine Bilder oder ansonsten Videos gemacht. Diese sind aber viel zu gross für die Homepage.

Jul 11

MacKay to Cairns

Von MacKay aus machten wir uns auf ins Landesinnere in den Eungella National Park. Dort verbrachten wir eine Nacht in den Wolken… Wir campierten auf 900 m Höhe über Meer, Sichtweite 10 Meter und Luftfeuchtigkeit 150% :-).

Zelten in den Wolken

Wir liessen uns aber nicht entmutigen und machten eine kleine Nebelwanderung  und sehr zu unserer Freude (besonders zur meiner Biologenfreude) sahen wir zahlreiche Schnabeltiere aus nächster Nähe  beim Nahrung suchen.

Schnabeltier im Eungella National Park

Schnabeltier im Eungella National Park

Am nächsten Morgen hatte sich dann auch der Nebel verzogen und wir genossen die tolle Aussicht von unserem Campingplatz in vollen Zügen. Nach dem Frühstück standen dann einige Wanderungen auf dem Programm und wir besuchten die Wasserfälle in der Finch Hitton Gorge im Eungella National Park.

Aussicht vom Campingplatz ohne Nebel 🙂

Weiter ging es in die Backpacker-Hochburg Arlie Beach wo wir einen Segeltrip zu den Withsunday Islands gebucht hatten. Also checkten wir erst mal für unseren Segeltrip am nächsten Morgen ein und unternahmen dann eine kleine Wanderung zu einem Aussichtshügel mit Blick über die Inseln. Abends um 17:30 erhielten wir dann einen Anruf, dass unser Segelschiff morgen im Hafen bleibt… Zum Glück konnten wir auf ein anderes kleineres Boot umgebucht werden. Also gingen wir erst einmal ordentlich was trinken um dann am nächsten Morgen um 7 Uhr für das neue Boot einzuchecken… Zum Glück lief alles glatt und um 9 Uhr ging unser Trip an Bord des Segelbootes Iceberg los.

Unsere Segelyacht „Iceberg“

Das Wetter war wunderbar, aber leider hatte es absolut keinen Wind… also hiess es Motor an und zum ersten Snorchelpunkt schippern. Nach dem Schnorcheln und Lunch wurde dann der Wind etwas besser und wir setzten die Segel. Das Schiff ist ein ehemaliges Segelrennschiff und wurde vor einigen Wochen komplett von Muscheln befreit, hatte zwei neue Segel und einen sehr erfahrenen Skipper! Somit waren wir um vieles schneller als alle anderen Touristenboote 🙂  (viele davon versuchten nicht mal zu segeln). Es war herrlich zu sehen wie viel Freude unser Skipper hatte all die anderen Schiffe zu überholen und zu sehen wie sich die anderen Touristen wunderten, dass sie unter Motor fahren und wir mit 11 Knoten segeln :-).

Sailing the Whitsunday Islands

Nach einer lustigen Nacht an Board ging es am nächsten Morgen zum berühmten Whiteheaven Beach um etwas zu relaxen und tolle Fotos zu schiessen. Der Strand zählt definitiv zu den besten der Welt und das Wetter war einfach nur super!

Whiteheaven Beach

Leider war es aber nichts  mehr mit Segeln (0 Knoten Wind) und nach einigem Schnorcheln ging es zurück aufs Festland und weiter nach Townsville. Hier wollte ich eigentlich einen Tauchgang beim berühmten Yongala Wreck machen, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Somit ging es von Townsville aus weiter in den Paluma Range National Park wo wir mit der Besichtigung der ersten von vielen Wasserfällen begannen. Ausserdem feierte Pierre seinen 29ten Geburtstag, was mit einem Lagerfeuer und ordentlich Bier celebrierten! Am Morgen brauchten wir dann erst einmal eine Wasserfalldusche um wieder fit zu werden.

Pierre beim Duschen

Danach besuchten wir die Wallaman Falls, Australiens höchste Wasserfälle. Leider hatte das Wetter wieder gedreht und es Standen uns nochmals einige Tag Regenwetter bevor. Auf der Suche nach einem Zeltplatz besichtigten wir dann noch ein 6km langes Jetty zum verladen von Zucker. Weiter ging es passenderweise in die regenreichste Stadt von Australien (Tully). Die einzige Sehenswürdigkeit ist wohl der „Big Gumboot“, welcher mit seinen 8900mm symbolisch für den Regen des Rekordjahres steht! Des Weiteren erfährt man, dass es in Tully im Jahre 2010 innerhalb von 24 Stunden 1124mm Regen gab!!!

„Big Gumboot“ in Tully der regenreichsten Stadt Australiens

Abgerundet wurde unser Besuch von Tully durch einen Krokodil Burger. Auf unserer Fahrt Richtung Cairns machten wir einen kleinen Umweg zum Mission Beach in der Hoffnung einen Cassowary zu sehen. Leider hatten wir jedoch kein Glück und es ging weiter in den Wooroonooran National Park wo wir innerhalb eines Tages 10 Wasserfälle besichtigten und den Abend in heissen Quellen verbrachten.

Unseren letzten Tag und unsere letzte Nacht verbrachten wir dann am Lake Tinaroo wo wir zahlreiche der riesigen Feigenbäume besichtigten und anschliessend eine windige Nacht direkt am Seeufer verbrachten. Danach hiess es auch schon Auto putzen und ab nach Cairns um das nächste Abenteuer zum Cape York zu planen.

Hier findet ihr die Bilder von QLD.

Jul 05

Brisbane to Mackay

Zurück in Brisbane holte ich erst einmal meinen fahrbaren Untersatz beim Mechaniker ab. Dieser hatte mein Auto durchgecheckt und die nötigen Reparaturen vorgenommen. Sehr zu meiner Freude kam das Ganze wesentlich billiger als veranschlagt!

Wiedervereint mit meinem Auto machte ich mich auf die Suche nach 2 neuen Mitreisenden. Diese waren dann mit Jannik aus Deutschland und Pierre aus Frankreich auch schnell gefunden und nach nur zwei Tagen in Brisbane war ich bereits wieder unterwegs weiter Richtung Norden.

Unser erster Stopp führte uns in die Glashouse Mountains nördlich von Brisbane wo wir einen der kleinen aber unglaublich steilen Hügel bestiegen und das Panorama genossen. Da Jannik sich freiwillig für den Swag entschieden hat war auch das Camping kein Problem und wir genossen unsere ersten paar Biere zusammen on the road.

Glasshouse Moutains National Park

Am nächsten Tag besuchten wir dann den sehr kostspieligen Australia Zoo von Steve Irwine. Der Zoo selbst ist hübsch gemacht, aber die berühmte Krokodilshow ist sehr stark überbewertet und langweilig. Trotzdem verbrachten wir den ganze Tag im Zoo um etwas für unsere 60$ zu erleben. Immerhin sind die Kängurus sehr zutraulich wenn man sie etwas füttert…

Australia Zoo

Weiter ging es Richtung Norden nach Noosa wo wir den Nachmittag mit einer kleinen Wanderung verbrachten und uns die Permits für den Great Sandy National Park und Fraser Island organisierten. Am nächsten Morgen begann dann das erste Off-Road Abenteuer mit Jannik und Pierre mit einer 70 km Fahrt am Strand durch den Great Sandy National Park. Auf dem Weg bewunderten wir eine Canyons mit Sand in den verschiedensten Farben.

Great Sandy National Park (Red Canyon)

Vom Inlet Point aus ging es dann mit der Fähre nach Fraser Island. Bereits die Anfahrt zur Fähre machte uns klar: Fraser ist 4WD only. Die Fähre legt nicht an einen Pier an sondern direkt am Sandstrand je nach Gezeiten etwas weiter oben oder unten und man muss sich erstmals durch den tiefen Sand aufs Boot kämpfen.

Auf Fraser Island angekommen fuhren wir nochmals 30 km den Strand entlang bevor wir uns dann auf kleinen Inlandstrassen zum Lake Boomanjin kämpften. Dort verbrachten wir unsere erste Nacht auf Fraser bevor es am nächsten Tag weiter ging zum Lake Birrabeen und Lake Mckenzie. Lake Mckenzie ist berühmt für seine vielen Blautöne und daher ab 11 Uhr richtig überfüllt mit Backpacker-Touren. Wir waren zum Glück etwas früher da und konnten noch ungestört unsere Fotos machen und etwas in den kalten Fluten schwimmen.

Lake Mckenzie auf Fraser Island

Lake Birrabeen ist weit weniger bekannt und überfüllt aber mit seinen Gelb-, Grün- und Blautönen beinahe noch schöner.

Lake Birrabeen auf Fraser Island

Als letztes besuchten wir noch Lake Wabbo, welcher sich am Rande einer riesigen Düne befindet.

Unsere zweite Nacht auf Fraser verbrachten wir dann am Strand mit Blick auf ein Wrack vor Fraser Island. Da die Flut unsere Weiterfahrt am nächsten Morgen verzögerte unternahmen wir eine Wanderung zum und durch den Elli Creek. Wobei wir von einer Gruppe von 5 Dingos begleitet wurden. Die Dingos von Fraser Island gehören zu den reinsten in ganz Australien und sind wirklich wunderschöne wenn auch nicht ganz ungefährliche Tiere.

Dingo am Strand von Fraser Island

Als der Strand wieder befahrbar war, machten wir uns auf Richtung Nordende der Insel vorbei am Indian Head mit seiner super Aussicht und den Champagne Pools, wo wir uns in Abwesenheit von Champagner das erste Bier des Tags gönnten.

Blick auf den Stand von Fraser Island (Idian Head)

Danach versuchten wir uns schlau zu machen, wie die Bedingungen für die Fahrt zum Sandy Cape sind… Leider wusste niemand Bescheid und wir legten einfach mal los. Nach einigen km am Strand kamen wir dann zur ersten Felsenpassage und fanden bereits zwei feststeckende Autos vor, welche auf den Rückweg waren. Nachdem die Autos wieder frei waren, machten wir uns selbst auf den Weg und überwanden die ersten Felsen ohne Probleme. Bei der zweiten Passage wurde es dann schon enger… Weil das Wasser bereits zu hoch war um die Felsen zu umfahren… Wir bleiben beinahe im Sand hängen… ging es also durch dir Felsen…  Das Auto stand hin und wieder ganz schön schräg und Pierre musste aussen am Fenster hängend das Auto stabilisieren… Nachdem aber auch dieser Punkt überwunden war ging es nochmals 50 km den Strand entlang bevor wir den Leuchtturm am Nordende erreichten. Viel zu sehen gab es nicht und wir schlugen unser Lager auf und versuchten unser Glück beim Fischen.

Da wir am nächsten Morgen die Fähre erwischen mussten, wollten wir mit der Ebbe morgens zurückfahren, wobei morgens um 3:50 war. Somit machten wir uns mitten in der Nacht auf die abenteuerliche Rückfahrt. Waren die Felsen schon bei Tageslicht sehr spannend so waren sie im Dunkeln Action pur. Aber Jannik und Pierre manövrierten mich super durch die Passagen und wir kamen gut voran. Als wir dann einige Felsen umfahren wollten, blieben wir an einer Düne stecken und nicht einmal mit der Seilwinde kamen wir hoch. Nach einer halben Stunde vor und zurück bemerkten wir dann, dass es ohnehin der falsche weg war (ups). Mittlerweile war es aber Dämmerung und der Rest war kein Problem mehr. Auf dem Weg zur Fähre besuchten wir nochmals einige Seen und fanden einen toten Hai und eine sehr lebendige Python.

Hai auf Fraser Island

Zurück auf dem Festland beschlossen wir einen Umweg ins Landesinnere zu machen um die Carnarvon Gorge zu besichtigen. Leider hatte das Wetter mittlerweile auf Regen umgestellt und wir wanderten zwei Tage durch den Regen. Trotzdem war die Schlucht und auch die Aboriginal Kunst sehr eindrücklich.

Kunst im Carnarvon Gorge National Park

Von Carnarvon ging es dann über Emerald weiter nach Saphire in die Gemfields, wo wir unser Glück beim Saphir schürfen versuchten. Das war ganz lustig und gab eine Menge Souvenir Saphire und sogar den einen oder andere „schleiffbaren“ Edelstein. Aber leider waren all die wirklich grossen Steine nur Steine und keine Edelsteine und keiner von uns wurde zum Millionär. Von Saphire aus ging es dann durch riesige Kohleabbaugebiete zurück an die Küste nach Mackay.

Hier findet ihr die neusten Bilder von QLD.

Jun 16

Russia – Stage 3 of the transsiberian railway

Von Ulan Bataar aus ging es mit dem Zug weiter Richtung Russland. Leider hatten wir dieses Mal sehr langweilige Mitreisende im Abteil. Das Pärchen aus Canada hat weder mit uns noch miteinander mehr als 20 Worte gewechselt auf der 30 stündigen Zugfahrt. Wobei die Fahrt selbst nur 18 Stunden dauerte… dazu kamen noch 12 Stunden russische Grenzkontrolle.

Da wir in Irkutsk, unserem ersten Stopp in Russland, bereits über die Reiseagentur ein Hotel bzw. Homestay gebucht hatten, wurden wir direkt von Bahnhof abgeholt und zu unserer Unterkunft gefahren. Gleichzeitig erhielten wir auch alle unsere restlichen Zugtickets für Russland.

Den ersten Tag in Irkutsk verbrachten wir damit die Stadt zu erkunden und unseren Ausflug zum Baikal See, dem eigentlichen Ziel, zu buchen. In Irkutsk selbst gab es ausser einigen Kirchen und Statuen nicht sehr viel zu sehen und wir waren froh als es am nächsten Morgen los ging auf die Olkohn Insel im Baikal See.Die Perle von Sibirien wird ihrem Namen mehr als gerecht und der See ist einfach nur wunderschön. Am ersten Abend machten wir einen kleinen Spaziergang und genossen einen herrlichen Sonnenuntergang. Danach stürzten wir uns mutig in die 5 Grad kalten Fluten! Angeblich soll ein Bad im Baikal See das Leben um 5 Jahre verlängern! Wir fühlten uns aber eher erfroren und waren froh in unser geheiztes Zimmer zu gelangen.

Sonnenuntergang am Baikal See

Am nächsten Tag machten wir dann eine 4 WD Tour um die Insel zu erkunden und besuchten einige wunderschöne Aussichtspunkte. Das Wetter war wunderbar und Himmel und See waren blau im blau. Auf der Tour lernten wir Emma kennen und verbrachten mit ihr einen lustigen und sehr Vodkalastigen Abend.

Baikal See

Am nächsten Morgen ging es auch schon wieder zurück nach Irkutsk wo wir den Abend mit einer kleinen Pub Tour abschlossen. Weiter ging es mit dem Zug nach Tomsk der angeblich schönsten Stadt von Sibirien. Die Fahrt war recht kurzweilig, da der nette Russe im Abteil Frances mit Drogen (waren wohl nur Erkältungspillen) ausser Gefecht setzte und mit mir fröhlich eine Flasche Vodka killte.

In Tomsk selbst suchten wir zuerst unser Hotel, was einige Zeit dauerte und einen 2 km Fussmarsch beinhaltete. Das Hotel selbst war aber super schön und wir hatten eine riesige Suite mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad! Da wir in Tomsk reichlich Zeit hatten verbrachten wir 4 gemütliche Tage mit Sightseeing, Sonnenbaden und die Natur in den Parks zu geniessen.

Unendlicher Wald von Tomsk

Leider waren die berühmten Holzhäuser nicht ganz so eindrücklich wie erwartet aber dafür hatte es eine wunderschöne Flusspromenade (Tom-Prom) und einen tollen Birkenwald. Alles in allem waren die 4 Tage in Tomsk sehr gemütlich, da die Stadt eine sehr relaxte Atmosphäre hat besonders für Russland. Ausserdem genossen wir es reichlich People Wachting zu betreiben. Die Tomskerinnen sind wahrscheinlich die modebewusstesten Russen!

Holzhäuser im Tomsk

Von Tomsk ging es dann weiter mit einer 50 stündigen Etappe im Zug nach Nizhniy Novgorod wobei wir auf dem Weg einen Eindruck von Novosibirsk und Jekaterinburg gewinnen konnten. In Nizhniy Novgorod hatten wir nur einen Tag Zeit um die Stadt zu besichtigen bevor es mit dem Nachtzug weiter ging nach Kazan der Hauptstadt von Tatarstan.Wir nutzten diese Zeit um den Kremel zu besichtigen und die Aussicht auf die Volga zu geniessen. Es war besonders eindrücklich zu sehen wie viele Paare im Moment in Russland heiraten. Wir haben bestimmt 10 Brautpaare alleine für Fotosessions im Kremel angetroffen.

Kremel von Nizhniy Novgorod

In Kazan verbrachten wir zwei herrliche Tage und machten interessante Bekanntschaften im Hostel. Kazan selbst fällt hauptsächlich durch seine sehr eigenwillige auf antik getrimmte Architektur auf und hat einen wunderschönen Stadtkern mit Moschee und Kirche nebeneinander. In unseren zwei Tagen unternahmen wir ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt und genossen das eine oder andere Bier in einem der zahllosen Restaurants. Wobei besonders auffiel wie gut renoviert die meisten alten Häuser in Kazan sind und wie sauber die Stadt als gesamtes wirkt.

Moschee im Kremel von Kazan

Von Kazan ging es weiter nach Moskau wo wir den ersten Tag mit Power-Sightseeing verbrachten und alle wichtigen Punkte der Stadt abhakten.

Roter Platz in Moskau

Den zweiten Tag verbrachten wir dann hauptsächlich auf einem riesigen ehemaligen Ausstellungsgelände, welches wir per Inlineskates erkundeten. Diese 10 km2 grosse Ausstellung präsentiert all die tollen Errungenschaft des Kommunismus und soll dessen Überlegenheit demonstrieren. Auch wenn das Experiment Kommunismus gescheitert ist, so sind die riesigen Statuen und Gebäude noch immer eindrücklich. Ausserdem hat es ein sehr neues und modernes Museum zur Raumfahrtgeschichte von Russland.

Austellung zum russischen Raumfahrtprogramm

Von Moskau ging es dann mit dem Nachtzug weiter nach Sankt Petersburg wo wir nochmals einige ruhige Tage verbrachten und das herrlich Wetter genossen. Wir besichtigen einige der zahllosen Kirchen und natürlich die berühmte Kunstausstellung in der Hermitage. Hier gefielen aber die opulenten Räume des ehemaligen Sommerpalasts wesentlich besser als die eigentliche Kunstaustellung. Einen Abend verbrachten wir mit einer Veloführung zu den berühmten Zugbrücken, welche sich um 1 Uhr nachts für den Schiffsverkehr öffnen. Generell waren die Nächte in Sankt Petersburg sehr schön, da die Sonne um diese Jahreszeit nur für 3 Stunden untergeht und es daher nie wirklich dunkel wird. Am letzten Tag hiess es dann noch Souvenirs kaufen und noch ein letztes Mal mit Frances in den Ausgang.

Zugbrücke in Sankt Petersburg

Dann war nach 5 Wochen, 10000 km und 160 Stunden Zugfahrt unsere gemeinsame Zeit zu Ende und unsere Wege trennten sich am Flughafen. Frances flog zurück in die Schweiz und ich wieder nach Brisbane in Australien. Vielen Dank an dieser Stelle an Frances für die tolle Idee mit der Transsibirischen Eisenbahn! Wie immer war meine Reisezeit mir Frances super und ich werde sie schmerzlich vermissen.

Hier gibt es die Bilder von Russland.

Mai 20

Mongolia – Stage 2 of the transsiberian railway

Als wir in den Zug einstiegen stieg die Spannung ins unermessliche, wen werden wir in unserem Zugabteil (4er Schlafwagen) haben? Für unsere erste Zugreise gab es einen Mongolen, welcher aber seit Jahren in Kanada lebt und eine Amerikanerin. Beiden waren sehr nett und freundlich und der Mongole versuchte einen neuen Weltrekord im Dauererzählen aufzustellen… Nach einigen Stunden und 5x den gleichen Geschichten erreichten wir dann die chinesisch-mongolische Grenze in Erlian. Dort werden nicht nur unser Pässe und Visas kontrolliert sondern auch die Spurbreite an allen Wagen gewechselt! Das heisst 6 Stunden Aufenthalt im Warteraum des Bahnhofs… Ausser man hat einen Mongolen dabei… Nachdem er mit einigen Grenzbeamten diskutiert hatte, konnten wir ohne Pässe die Kontrollen passieren und in die Stadt. Dort hat uns der freundliche Mongole sogar auf reichlich Essen und Bier eingeladen.

Nach sechs Stunden in Erlian und chinesischen Grenzkontrollen ging es dann weiter zu den mongolischen Grenzkontrollen und weiteren Stunden warten. Nachdem wir auch diese über uns ergehen liessen, konnten wir endlich ein paar Stunden schlafen und als wir die Augen wieder öffneten waren wir mitten in der mongolischen Steppe.

Erster Eindruck der mongolischen Steppe

Angekommen in Ulan Bataar begaben wir uns zu Fuss zum Hotel und gewannen einen ersten Eindruck von der Stadt… ein Drecksloch… aber mit super vielen tollen Restaurants. Am Nachmittag machten wir dann doch noch etwas Sightseeing auch wenn es wirklich nicht viel zu sehen gibt. Abends gönnten wir uns dann ein super leckeres mongolisches Barbeque und genossen einen lustigen Abend. Am Morgen danach ging unser Mongolien-Abenteuer richtig los und wir begaben uns in die Steppe um 3 Tage auf dem Rücken von Pferden durch die Steppe zu reiten!

In unserem Camp angekommen bezogen wir als erstes unsere Jurte komplett mit kleinem Holzofen um das Zelt zu heizen. Nach einer kleinen Wanderung auf einen der umliegenden Hügel und einem leckeren Mittagessen war es auch schon Zeit die Pferde zu satteln.

Unsere Jurte in der Steppe

So machten Frances und ich Bekanntschaft mit unseren Pferden, welche wir Flecki und Rainbow Pony tauften. Die Pferde in der Mongolei besitzen keine Namen und sind eigentlich halb wild, da sie nur sehr spärlich geritten werden. Das Mädchen, welche uns jeweils auf den Ausritten begleitete ritt auch jeden Tag ein anderes Pferd. Aber das machte keinen Unterschied! Ich habe noch nie jemanden so reiten sehen, diese Geschwindigkeit und Präzision waren unglaublich!

Flecki und Rainbow Pony

Der erste Ausritt war sehr gemütlich und nach 2 Stunden im Sattel und einem Bierstopp in der lokalen Kneipe war die Sache auch schon vorbei und machte Lust auf mehr. Und MEHR gab es am nächsten Tag auf einem ganztägigen Ausritt. Wir waren über 8 Stunden im Sattel und am Abend hatten wir beide ausreichend Schmerzen allen den unterschiedlichsten Stellen.  Aber das Gefühl durch die mongolische Grassteppe zu galoppieren war jedes bisschen Schmerz mehr als Wert!

Anfangs hatten Flecki und ich einige Differenzen was die Geschwindigkeit im Schritt betraf, aber nachdem er Bekanntschaft mit meiner Peitsche machte verstanden wir uns prächtig. Und so langsam Flecki im Schritt war so kraftvoll war er im Galopp. Frances und ich galoppierten fröhlich nebeneinander, als es ihr zu langsam wurde und sie ihrem Rainbow Pony das verbale Kommando zum beschleunigen gab (Zschu). Ihrem Pferd war dies jedoch gleichgültig… Flecki hingegen erachtete dies als Gelegenheit zu zeigen was in ihm steckt und beschleunigte… Der Kopf ging nach unten und der Rücken wurde immer flächer, als Flecki sich dem gestreckten Galopp näherte… Anfangs hatte ich einfach nur Angst als unerfahrener Reiter, aber mit der Zeit konnte man es wirklich geniessen in vollem Galopp durch die Steppe zu rasen!

Flussdurchquerung auf Flecki

Am dritten Tag gab es dann  nur noch einen kleinen Ausritt am Morgen da am Nachmittag der Zarengold Zug bei uns halt machte. Diese Luxusvariante der Transsibirischen Eisenbahn fährt nur 3x im Jahr und geniesst in der Mongolei eine Folklorshow mit Ringen, Bogenschiessen und Pferdedarbietung. Wir nutzten also die Gelegenheit diese Show nebenbei zu geniessen.

Reitershow für den Zarengold Zug

Danach ging es zurück nach Ulan Bataar und weiter mit dem Zug Richtung Russland.

Hier findet ihr die Bilder aus der Mongolei.

Mai 16

Peking – Stage 1 of the transsiberian railway

Am 9 Mai ging es also los mein Abenteuer durch China, Mongolei und Russland. Vieles war ungewiss und ungeplant aber die Vorfreude war riesig. Da mein Visum für Australien mir keine weitere Aus- und Einreise erlaubte wusste ich nicht, ob ich nach meinem Verlassen des Landes ein neues Visum erhalten und wieder zurück zu meinem Auto in Brisbane finde.

Als erstes aber hatte ich einen laaaaangen Flug vor mir… Von Brisbane ging es nach Sydney wo ich ein paar Stunden Zeit hatte den Warteraum des Flughafens zu bewundern… Dann ging es weiter mit China Southern nach Guangzhou (sagt euch nichts? Kein Wunder ist ja nur eine kleine chinesische 12 Millionen Stadt…). Nach einigen Stunden in Guangzhou ging es dann weiter nach Peking wo ich nochmals ein paar Stunden auf Frances warten durfte.

Nachdem wir beide sicher in Peking gelandet waren machten wir uns mit dem Bus auf die Suche nach unserem Hotel. Leider ging dies auch mit Wegbeschreibung nicht ohne weiteres und wir hatten uns in kürze verirrt. Also Taxi anhalten und hoffen er findet das Hotel… nach 3 Versuchen hatten wir dann auch ein Taxi gefunden, welches uns als Nicht-Chinesen mitnahm. Leider war auch der Taxifahrer überfordert das Hotel zu finden, aber wenigstens waren wir schon mal in der richtigen Strasse. Nichts wie raus aus dem Taxi und zu Fuss nach der richtigen Seitenstrasse suchen. Und siehe da nach etwa 20 Minuten und gefühlten 10 km Marsch hatten wir das Hotel doch noch gefunden.

Das Hotel war super gemütlich und ein ganz kleiner Familienbetrieb mit netter Atmosphäre und wir gönnten uns erst einmal ein paar Stunden Schlaf. Am nächsten Morgen mussten wir dann bereits zur mongolischen Botschaft um unsere Visa zu beantragen. Da es im Internet plötzlich etwas von Einladungsbriefen hiess wurden wir schon etwas nervös, dass es mit dem Visum nicht reichen könnte, aber zum Glück lief alles ohne Probleme ab. Somit hatten wir die nächsten 3 Tage in Peking nicht mehr viel zu tun und konnten uns noch einige Sehenswürdigkeiten anschauen.

Temple of Heaven in Peking

Da wir beide aber bereits in Peking waren, hielt sich unser Antrieb in Grenzen und wir genossen einige gemütliche Tage und machten einen Ausflug an die Chinesische Mauer. Leider hatten wir kein Wetterglück und es war etwas regnerisch und neblig.

Die Chinesische Mauer bei Nebel

Nach vier Tagen in Peking war es dann schon so weit und wir machten uns auf zum Bahnhof um den ersten gut 160 Stunden im Zug zu verbringen auf unserem Weg nach Sankt Petersburg. Als erstes waren es aber nur um die 30 Stunden bis Ulan Bataar.

Zug von Peking nach Ulan Bataar

Hier gibt es einige älter Bilder aus Peking, aber da hat sich nicht viel geändert :-).

Mai 06

Sydney to Brisbane

Am 23 April ging es für mich weiter von Sydney aus Richtung Brisbane mit einer neuen Reisepartnerin  Jasmin aus Deutschland. Als erstes fuhren wir hoch zum Soldiers Point in der Nähe von Nelsons Bay.

Strand von Nelson Bay

Von dort ging es dann weiter entlang der Küste durch den Myall Lakes National Park. Links von uns die Seenlandschaft und rechts die Küste mit ihren zahlreichen Felsen und Leuchttürmen. In Seal Rocks wanderten wir dann durch den Regen zum Leuchtturm und wurden mit einem Regenbogen hinter dem Leuchtturm für unsere Hartnäckigkeit belohnt.

Leuchtturm in Seal Rocks

Einige Leuchttürme und Seen weiter kamen wir dann im Crowdy Beach National Park an und campierten direkt am Strand. Ich konnte sogar wieder einmal surfen unter den wachsamen Augen von einigen Kängurus. Weiter nördlich in Camden Head hatten wir dann das Vergnügen einige Weissbrust Seeadler beim Jagen an der Küste zu beobachten. Offensichtlich machte denen der kalte und starke Wind weniger zu schaffen als uns…

Weistbrust Seeadler beim Jagen an der Küste von Camden Head

Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir uns etwas von der Küste weg ins Landesinnere zu begeben und einige der kühlen temperaten Regenwälder aus der Gondwana Zeit zu bewundern. Als erstes besuchten wir den Dorrigo National Park und begannen unsere Tour der 100 Wasserfälle mit den Tristania, Crystal Shower, Ebor und Dangar Falls. Leider hatte es ausser den Wasserfällen auch jede Menge Blutegel die sich über die wenigen verwegenen Regenwanderer freuten.

Crystal Shower Falls im Dorrigo National Park

Weiter Richtung Armidale besuchten wir dann noch den New England National Park und wollten die Wollomombi Falls besichtigen. Leider war es sehr neblig und man sah nichts von den 220 m hohen Wasserfällen. Daher fuhren wir zurück an die Küste nach Coffs Harbour und besuchten die Big Banana. Angeblich hat diese Banane den Trend mit den „Big-Things“ in Bewegung gesetzt. Bisher habe ich bereits den riesigen Lobster, das Schaf, die Krabbe, die Orange, die Ananas und die Mango…

Big Banana in Coffs Harbour

Weiter ging es dann nach Angourie ins Surfer Reserve. Das Wetter war leider nicht besonders gut, trotzdem hatte es einige verwegene Surfer draussen. Die Wellen waren um die 2 bis 2.5 Meter was angeblich nicht besonders gross ist für Angourie… Als Beweis dafür surften einige 10 bis 13 jährige Jungs die Wellen zwischen die Felsen… Aber was will man erwarten in einem Ort wo die Marke Billabong geboren wurde und aus wenigen hundert Einwohnern zwei Surfweltmeister hervorgebracht wurden. Am besten beschrieben wird Angourie aber durch die Worte im Reiseführer: In Angourie gibt es hervorragende und herausfordernde Wellen, hier surfen die Leute die auf dem Surfbrett geboren wurden, die Leute die Helme tragen und von Felsen in die Brandung springen.

Surfer in der Surfer Reserve in Angourie

Danach schauten wir uns noch das berühmte Byron Bay an und machten eine nette Wanderung zum Leuchtturm. Am Nachmittag hatte ich dann sogar noch 3 Stunden Zeit um die tollen Wellen am Strand zu surfen bevor es am Abend in den Ausgang ging. Weiter ging es dann wieder ins Landesinnere in den Nightcap National Park zu den Minyon Falls und von dort weiter durch den Border Range National Park über die Grenze nach Queensland.

In Queensland besuchten wir als erstes die Natural Bridge im Springbrook National Park mit dem Wasserfall in der Leuchtwürmchenhöhle. Danach ging es weiter zu den Purlingbrook und Twin Falls. Auf dem Weg zum „Best of all“ Lookout sahen wir dann einige 500 Jahre alte Antartic Beech (Nothofagus moorei). Dieser Baum ist ein Relikt aus der Zeit als Australien und die Antarktis noch zusammen waren (Gondwana) und heute äusserst selten.

Antarctic Beech (Nothofagus moorei) im Lamington Natioal Park

Danach fuhren wir weiter in den Lamington National Park wo wir eine 15 km Wanderung durch die Regenwälder unternahmen und uns wieder einmal einige Blutegel einfingen. Zum Abschluss verbrachten wir dann noch eine Nacht in Surfers Paradise dem Las Vegas von Australien. Von Surfers Paradise aus machten wir uns dann auf nach Brisbane wo mein Auto sich für 5 Wochen Ruhe und Erholung in einer Garage gönnt um rundumerneuert zu werden.

Mein Troopy in Surfers Paradise

Hier findet ihr die neuen Bilder aus NSW und die ersten Bilder aus Queensland.

Apr 22

Broken Hill Outback Loop

Nachdem Claudia früh morgens auf die Philippinen flog, machten Frances und ich uns auf das Aquarium von Sydney zu besuchen. Dieses Mal hatten wir auch Glück mit dem Wetter und konnten endlich ein paar Bilder vom Opernhaus bei Sonnenschein machen. Gegen Abend genossen wir dann einen herrlichen Sonnenuntergang im Park mit Blick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus.

Harbour Bride bei Nacht

Dann hiess es am nächsten Morgen auch schon auf ins Outback nach Broken Hill oder anders gesagt 1000 km ins Landesinnere… Daher gibt es wenig zu berichten ausser Augen auf, Fuss auf Gas und immer schön geradeaus fahren. Broken Hill selbst hatte ausser einigen Denkmälern aus der Hochzeit der Silberminen nicht viel zu bieten und wir beschlossen die für Touristen zugängliche Silbermine in Silverton zu besuchen.

Minenaufzug in Broken Hill

Ausserdem hat es in Silverton ein nettes Pub mit vielen Fotos von den Dreharbeiten der zahlreichen Filme die hier im Outback gedreht wurden (z.B. Mad Max II).

Danach machten wir uns auf in den Mutawintji National Park wo wir eine super Wanderung durch die Schluchten machten und eine riesige Emu-Familie aus nächster Nähe (1m) beobachten konnten.

Da wir in den Silberminen kein Glück hatten, machten wir uns auf nach Whitecliff um unsere Glück bei den Opalen zu finden. Die 200 km Gravel-Road dahin waren schon abenteuerlich aber die unterirdischen Gebäude in der Stadt und die Leute die da Leben sind schon eine Sache für sich. Der Besuch im Haus von Joe dem Verrückten (er ist wirklich verrückt…) war wirklich lustig und interessant zu sehen wie man verzweifelt nach Opalen gesucht hat und sich dabei Gleichzeitig sein Haus oder Grab schaufelte.

Wanderung durch den Mutawantji National Park

Von Whitecliff ging es dann wieder zurück nach Sydney um unsere Russland Visa zu organisieren und dann weiter nach Wollongong um Frances das Surfen näher zu bringen. Leider hatten wir sehr wenig Glück mit dem Wetter und verbrachten 3 Tage bei kaltem Wetter im Regen… Wir konnten uns trotzdem einmal aufraffen um zu surfen wobei die Bedingungen alles andere als rosig waren. Zum Glück hatte unser Camping ein kleines Spa mit Dampfbad und Wirlpool um sicher wieder zu erholen und aufzuwärmen.

Zurück in Sydney hatten wir dann doch noch einen super sonnigen Tag und konnten am Freshwater Beach surfen gehen. Die Bedingungen waren toll, riesige Wellen am Aussenriff um die „Profis“ zu beobachten und kleinere Wellen an der Sandbank um zu üben.  Nach einigen versuchen und jeder Menge Salzwasser schlucken stand dann Frances zum ersten Mal auf dem Surfbrett und surfte locker Richtung Strand!

Leider war dann unsere Zeit in Australien zu Ende und Frances flog weiter nach Thailand.

Die neuen Bilder aus NSW findet ihr hier.

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