Jan 24

Wellington to Rotorua

Wir nahmen uns 2 Tage Zeit um Wellington zu erkunden und die diversen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Inklusive der obligatorischen Fahrt mit der alten Standseilbahn. Ausserdem besuchten wir das Te Papa Museum, welches wirklich toll und super modern gemacht ist. Dort gab es alles Mögliche zu Lernen und Erkunden. Als Abschluss von Wellington besuchten wir noch den von Zäunen umgebenen Naturpark Zoolandia. Hier wurden zahlreiche äusserst seltene Vögel und Echsen wieder angesiedelt und können in ihrer natürlichen Umgebung geschützt vor Räubern beobachtet werden.

Parlament in Wellington

Parlament in Wellington

Von Wellington aus ging es dann in das Hutt-Vally wo wir einen weiteren Drehort von Herr der Ringe besuchten (Bruchtal). Leider gibt es dort nicht wirklich viel zu sehen und bald ging es weiter Richtung Egmont National Park. Auf dem Weg sahen wir noch einige der berühmten schwarzen Sandstrände.

Schwarze Sandstrände

Schwarze Sandstrände

Aus unserer geplanten Besteigung des Mt Taranaki wurde leider nichts, da es immer noch zu viel Schnee und Eis um den Gipfel hatte. Somit machten wir uns auf den Fanthams Peak zu erklimmen, welcher einen tollen Blick auf den Mt Taranaki bietet und mit seinen 3 Stunden (1000 Höhenmeter) über Geröllfelder auch nicht ganz ohne war.

Mt Taranaki

Mt Taranaki

Danach hatten wir wieder einige Tage schlecht Wetter und flohen an die Ostküste nach Napier um die dort Ansässigen Tölpel zu besichtigen. Der Ausflug bei Ebbe über den Strand auf einem Anhänger hinter einem 50er Jahre Traktor alleine war schon ein tolles Erlebnis und die Tölpel zu beobachten war einfach herrlich. Die Kolonie war sehr aktiv und man kann sich den Tieren bis auf wenige Meter annähern ohne sie zu stören.

Tölpel bei Cape Kidnappers

Tölpel bei Cape Kidnappers

Von Napier ging es nach Whakatane an der Bay of Plenty wo wir den einzigen noch aktiven Vulkan im Meer besuchten. Der Ausflug nach White Island war wirklich eindrücklich und der Vulkan prodoziert eine von weitem hin sichtbare Dampfwolke. Im Krater selbst sieht man nebst Schwefel-Quellen auch jede Menge Schlamm durch die Luft fliegen (bis zu 40m).

Aktiver Vulkan auf White Island

Aktiver Vulkan auf White Island

Zurück im Landesinneren wollten wir die berühmte Wanderung des Tongariro Alpine Crossings machen. Leider war diese nur bis zur Mitte hin offen wegen erhöhter vulkanischer Aktivität. Aber bis zur Mitte hin konnte man gehen und das machten wir auch… Leider wurden wir von einem üblen Wetterumschwung mit Schneesturm überrascht und man sah so gut wie nichts von den umliegenden Bergen. Aber ein Erlebnis war es alle mal.

Mt Ngauruhoe oder Mt Doom

Mt Ngauruhoe oder Mt Doom

Am nächsten Morgen war das Wetter dann um vieles besser und wir fanden endlich Gelegenheit unseren Skydive zu machen. Der Spass ist nicht ganz billig aber einfach super. Sich aus 5600 m in die Tiefe zu stürzen und die tolle Landschaft rund um den Lake Taupo zu geniessen war einzigartig. Nach so viel Action entspannten wir am Nachmittag in einigen der zahllosen heisse Quellen der Region.

Skydive @ Taupo

Skydive @ Taupo

Weiter in Rotorua besichtigten wir die Stadt und wohnten einer der zahlreichen Maori Aufführungen samt Konzert und traditionellem Essen bei. Das war ganz lustig und zum Abschluss konnten wir noch Glühwürmchen und Kiwis beobachten. Am nächsten Tag besuchten wir dann ein weiteres Maori-Dorf und bewunderten die 40 m hoch speienden Geysire.

Maori Show in Rotorua

Maori Show in Rotorua

Nun sind wir hier in Rotorua bei Martin zu Besuch und lassen und lokale Tipps für die nächsten Tage geben.

Hier gibt’s die neusten Bilder von NZ.

Jan 05

Queenstown to Wellington

Von Queenstown aus machten wir uns über den Haast-Pass auf den Weg Richtung Westküste. Leider war das Wetter geprägt von Regen und noch mehr Regen und wir verbrachten den ganzen Tag mehr oder weniger im Auto. Die einzigen kleinen Wanderungen die wir unternahmen führten uns zu einigen der Wasserfälle entlang des Haast-Passes. Da es wie bereits erwähnt regnete hatten diese Fälle jede Menge Wasser und donnerten zum Teil lautstark in die Tiefe.

Wasserfälle am Haast-Pass

Wasserfälle am Haast-Pass

An der Westküste angekommen planten wir einige Tage an den berühmten Gletschern Franz-Josef und Fox zu verbringen und etwas auf dem Eis zu wandern. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Für die nächsten 3 Tage wurden starke Niederschläge vorhergesagt und mit stark meinen die stark. Für die nächsten 72 Stunden wurden 400 mm Regen erwartet, dies ist die Hälfte des Jahresniederschlags von Rheinfelden in nur 3 Tagen!

Fox-Gletscher

Fox-Gletscher

Somit beeilten wir uns die beiden Gletscher im Eiltempo und bei moderatem Regen zu besichtigen und verbrachten dann Silvester im Auto bei strömendem Regen in der Nähe von Franz-Josef. Da es keinen Sinn machte bei diesem Wetter länger als nötig zu bleiben, fuhren wir am nächsten Tag bereits wieder zurück Richtung Ostküste. Dabei machten wir einen Zwischenstopp in Hamner Spring, einem bekannten Thermalkurort, um etwas in den heissen Quellen zu entspannen. Weiter ging es dann nach Kaikoura dem Walbeobachtungszentrum von Neuseeland.

Küste von Kaikoura

Küst von Kaikoura

Eigentlich war unser Tour für 6.45 geplant wurde aber wegen zu starkem Wind abgesagt und wir bekamen einen neuen Termin um 14 Uhr. Somit hatten wir morgens genügend Zeit eine Wanderung um die Halbinsel zu unternehmen und wieder einmal Seehunde zu beobachten. Um 14 Uhr ging es dann tatsächlich auf das offene Meer und ich konnte meinen ersten und einzigen Pottwal (Physeter macrocephalus) bestaunen.

Fluke eines Pottwals

Fluke eines Pottwals

Auch wenn man nicht besonders viel von den Tieren sieht ist es doch ein eindrückliches Erlebnis. Zu unserem Glück gab es aber ausser dem Pottwal auch noch jede Menge Vögel zu bestaunen. Darunter einige Sturmvögel und endlich auch meine Königsalbatrosse (Diomedea epomophora). Diese konnten wir sogar schwimmend wie auch fliegend beobachten.

Königsalbatros

Königsalbatros

Zum Abschluss gab es dann noch eine Showeinlage der 200-300 Schwarzdelfinen (Lagenorhynchus obscurus), welche rund ums Boot herum aus dem Wasser sprangen. Dies war mit Abstand das eindrücklichste dieser Tour. Nie zuvor habe ich solch eine riesige Menge an Delfinen gesehen.

Schwarzdelfine

Schwarzdelfine

Zurück an Land ging es weiter Richtung Norden in den Abel Tasman National Park wo wir aus Zeitgründen eine kombinierte Boot-Wander-Tour buchten. Das war ganz lustig und man konnte die eindrückliche Küste und die einsamen Buchten sowohl vom Wasser als auch von Land her bewundern.

Abel Tasman National Park

Abel Tasman National Park

Danach machten wir noch einen kleinen Abstecher in den Nelson Lakes National Park wo wir eine wunderschöne aber sehr anstrengende Wanderung auf den Mt. Robert unternahmen. Der 3 stündige Aufstieg hatte es in sich, wurde aber mit einer tollen Aussicht auf die beiden Gletscherseen belohnt.

Nelson Lakes National Park

Nelson Lakes National Park

Als Abschluss unserer Zeit auf der Südinsel fuhren wir noch den Queen Charlotte Drive und bewunderten die tollen Sounds. In Picton angekommen ging es dann auf die Fähre und durch den Malborough Sound weiter Richtung Wellington unserem ersten Stopp auf der Nordinsel.

Hier gibt’s noch die restlichen Bilder der Südinsel.

Dez 28

Dunedin to Queenstown

Dunedin nach Queenstown

Direkt bei Dunedin erstreckt sich die Otago Peninsula wo wir einige kleiner Wanderungen unternahmen und die tolle Aussicht bei strahlendem Wetter genossen. „Leider“ hatte es fast keinen Wind bei dem schönen Wetter und die hier ansässigen Königsalbatrosse (Diomedea epomophora) waren nicht zum Fliegen aufgelegt und wir bekamen keine zu Gesicht.

Panorama der Otago Halbinsel

Panorama der Otago Halbinsel

Von Dunedin aus ging es weiter der Küste entlang Richtung Süden in die Catlins. Auf den Weg dahin besuchten wir als erstes den wunderschönen Tunnelbeach. Der Name kommt von 50 m langen von Hand gegrabenen Tunnel, welchen man durchqueren muss um zu diesem von Klippen eingerahmten Strand zu kommen.

Tunnel Beach

Tunnel Beach

Den Heiligabend verbrachten wir dann in Surat Bay und gönnten uns selbst ein leckeres Essen (Kürbiscreme Suppe, Pasteten mit Baguette, Spargeln mit Parmaschinken und Poulet Filet mit Süsskartoffel-Püree). Langsam aber sicher werde ich noch zum Spitzenkoch hier mit meinen 2 Pannen und Campingkocher :-). Dazu gab es zur Abwechslung einmal Rotwein statt Bier… Richtiger Luxus also. Am Weihnachtsmorgen besuchten wir dann den Nugget Point, wo man nebst den bereits gesehenen Neuseeländischen Pelzrobben (Arctocephalus forsteri) und Neuseeländischen Seelöwen (Phocarctos hookeri) auch Seeelefanten (Mirounga leonina) sehen kann. Leider hatten wir kein Glück und die Seeelefanten waren nicht zu finden, dafür hunderte wenn nicht tausende von anderen Robben.

Nuget Point

Nuget Point

Danach besuchten wir noch einige Wasserfälle auf dem Weg zur Curio Bay wo wir die Nacht verbrachten. Dabei konnten wir sowohl am Abend wir auch am Morgen Gelbaugenpinguine (Megadyptes antipodes) direkt von unserem Campingplatz aus beobachten. Ausserdem sahen wir eine Gruppe von Hector-Delfinen (Cephalorhynchus hectori) beim Jagen in Strandnähe beobachten. Weiter ging es dann zum südlichsten Punkt der Südinsel von Neuseeland (südlichster Punkt an dem ich je war bei gerade mal 46° S).

Südlichster Punkt der Südinsel von Neuseeland

Südlichster Punkt der Südinsel von Neuseeland

Danach liessen wir die Catlins hinter uns und fuhren via Te Anau zum Milford Sound. Dieser Sound (Meeresarm erschaffen durch einen Fluss) ist eigentlich ein Fjord (Meeresarm erschaffen durch einen Gletscher) aber schön ist er allemal. Hier unternahmen wir eine Bootsfahrt durch den Sound/Fjord mit dem grossen schwimmenden Bruder von unserem Jucy Campervan dem Jucy Cruise Boot.

Milford Sound

Milford Sound

Ganz in der Nähe bestiegen wir dann noch den Key Summit und genossen die traumhafte Aussicht auf die Schneeberge rund um Milford Sound. Von Milford Sound ging es nach Queenstown in die Adventure Metropole von Neuseeland. Daher meldeten wir uns sofort zum River Rafting und Bungy Springen an für den nächsten Tag :-). Den Nachmittag verbrachten wir dann bei Glenorchy im Herr der Ringe Country wo meine Mutter sich auf den Rücken eines Pferdes wagte.

Panorama der Schneeberge um Milford Sound

Panorama der Schneeberge um Milford Sound

Zum River Rafting am nächsten Morgen mussten wir erst einmal eine der 12 gefährlichsten Strassen der Welt bewältigen um zum Startpunkt zu gelangen. Diese einspurige Schotterpiste führt über einen Pass und hat weder Leitplanken noch sonst etwas um die Strasse von dem bis zu 100 m hohen Klippen abzugrenzen. Ausserdem wird die Strasse ein bis zwei Mal im Jahr von Felsstürzen verschüttet… Aber wir haben alles gut überstanden und das River Rafting in vollen Zügen genossen auch wenn es nicht so wild war wie erhofft. Das Wasser war jedoch mit 9 Grad etwas kalt für meinen Geschmack.

River Rafting auf dem Shotover River bei Queenstown

River Rafting auf dem Shotover River bei Queenstown

Am Nachmittag war es dann so weit und für mich ging es raus zum Nevis Point für meinen Bungy Sprung. Nebst dem eigentlichen Sprung aus 134 m Höhe in einen Canyon gibt es hier auch eine der am besten organisierten Geldmaschinen der Adventure Industrie zu bestaunen. AJ Hackett betreibt in Queenstown 3 Orte für Bungy Sprünge wobei alleine bei Nevis 300 Springer pro Tag abgefertigt werden. Berücksichtigt man die 300 $ pro Sprung sind das alleine in Nevis 90000$ Umsatz pro Tag, alle Sites zusammen wohl um die 230000$ pro Tag und das mit Bungy Springen!!! Aber wert ist es das Geld definitiv. Sich von 130 m in die Tiefe zu stürzen ist schon ein tolles Gefühl.

Nevis Bungy (134 m) bei Queenstown

Nevis Bungy (134 m) bei Queenstown

Hier gibt’s die restlichen Bilder von NZ.

Dez 22

Christchurch to Dunedin

In Christchurch angekommen musste ich mich erst einmal um die wesentlichen Dinge kümmern; Internet und Telefon :-). Nachdem ich wieder mit der Welt in Verbindung stand begann das stundenlange warten auf den Flug meiner Eltern. Nach gefühlten 10 Stunden waren auch sie endlich in Christchurch gelandet und wir konnten unseren Jucy Campervan in Empfang nehmen. Da wir alle ziemlich erschöpft waren von den Flügen gingen wir nur noch schnell einkaufen (erster Preisshock) und dann auf dem Campingplatz (zweiter Preisshock…). Da war schon mal klar, Neuseeland ist kein bisschen billiger als OZ :-(.

Unser Jucy Campervan vor dem Mueller Gletscher

Am nächsten Morgen machten wir uns auf Christchurch zu erkunden. Leider gibt es dort wenig zu sehen. Nach dem Erdbeben waren ja bekanntlich viele Gebäude stark beschädigt und wurden/werden daher abgerissen und ganze Quartiere sind abgesperrt. Also haben wir ausser Baustellen und dem schönen Botanischen Garten nicht allzu viel gesehen.

Aussicht auf die Banks Peninsula

Weiter ging es auf die südlich von Christchurch gelegene Banks Peninsula, welche die typisch neuseeländische Landschaft mit Strand und Bergen in Perfektion wiedergibt. Da ich beschloss etwas abseits der Touristenströme die Halbinsel zu erkunden, genoss unser Campervan auch schon seine ersten Offroad Erfahrungen. Ausserdem wagten wir den Aufstieg zum Montgomery Peak und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Zum Übernachten parkierten wir dann unseren Jucy direkt an einem traumhaften Strand der Halbinsel.

Blick vom Montgomery Peak

Weiter ging es dann ins Landesinnere wo wir als ersten Mt Sunday (besser bekannt als Edoras aus Herr der Ringe) besichtigten und bestiegen. Das Wetter war nicht optimal aber die Aussicht war immer noch super. Auf dem Weg dahin (Gravel Road) trafen wir dann auch eine der Herr der Ringe Touren und man glaubt’s nicht, aber der Tour Bus (4WD) hatte einen platten Reifen und keinen Wagenheber dabei :-). Zum Glück kam ein anderes Auto und mit vereinten Kräften brachten wir das Auto wieder auf Kurs.

Plain of Rohan bei Edoras (Blick vom Mt Sunday)

Weitere Highlight in der Region waren die Rakaia Gorge mit dem wunderschön blau-türkisen Gletscherwasser und der Big Tree Walk, bei welchem man einige der alten Totara (Podocarpus totara) bestaunen kann. Diese bis zu 2000 Jahre alten Bäume haben einen massiven Stammumfang und riesige zum Teil abgestorbene Äste.

Rakaia Gorge

Danach fuhren wir noch weiter ins Landesinnere zum Lake Tekapo wo wir bei Regen auf den Mt John stiegen. Da das Wetter doch eher bescheiden war, sahen wir die tollen Blautöne im See nicht wirklich und auch den berühmten Sternenklaren Himmel bekamen wir nicht zu Gesicht. Somit machten wir uns bei wolkenverhangenem Himmel auf zum Mt Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Bei erneuten Regen unternahmen wir zwei kleiner Wanderungen zum Tasman und Hook Gletscher und bestaunten die kleinen aber feinen schwimmenden Eisberge im Gletschersee.

Blick auf dem Lake Tekapo vom Mt John

Am nächsten Morgen wurden wir dann von herrlichem Bergwetter begrüsst und machten uns früh am Morgen auf zur Mueller Hütte. Diese kurze 5.2 km lange Wanderung hat es in sich, da auf dieser kurzen Strecke 1050 Höhenmeter bewältigt werden müssen. Daher heisst es zuerst 1800 Treppenstufen hoch und dann über die Schneefelder. Nach 3.5 Stunden war der Aufstieg geschafft und es ging gleich weiter auf den Mt Olivier. Dieser nicht sonderlich beeindruckende Gipfel auf 1950 m liefert einen tollen Ausblick auf den Mt Cook und war der erste Berg welcher Sir Edmund Hillary als Jugendlicher bezwang. Danach war er ja bekanntlich als erster Mensch auf dem Mt Everest, es wartet also eine grosse Bergsteiger Karriere auf mich :-). Der Abstieg ging dann um einiges schneller, besonders über die Schneefelder welche ich auf meinem Hinterteil bewältigte.

Panorama mit Mt Cook vom den Mueller Hütte

Auf unserem Weg zurück zur Küste besuchten wir zuerst die Clay Cliffs. Diese Lehm Klippen sind über 100 m hoch und bilden eindrückliche Formationen und Nistplätze für unzählige Felsentauben. Ganz in der Nähe befinden sich auch die Elefant Rocks, welche als Kulisse für den Film Narnia dienten. Zurzeit befinden sich dort jedoch weder Filmstars noch sprechende Tiere sondern nur zahllose Merino Schafe :-).

Merino Schaf bei den Elefant Rocks

Zurück an der Küste in Oamaru besuchten wir die beiden dort ansässigen Pinguin Kolonien und bewunderten sowohl Gelbaugenpinguine (Megadyptes antipodes) wie auch Zwergpinguine (Eudyptula minor). Ausserdem machten wir einen Rundgang durch den viktorianischen Stadtkern und besuchten wieder einmal einen Botanischen Garten. Danach fuhren wir weiter der herrlichen Küste entlang nach Süden Richtung Dunedin und bestaunten unterwegs die kugelrunden Steine bei den Moeraki Boulders.

Neuseeländische Pelzrobbe (Arctocephalus forsteri)

Nun sind wir in Dunedin angekommen und bereiten uns langsam aber sicher auf unser Weihnachten in NZ vor. Euch allen Frohe Weihnachten und hoffentlich weisse Weihnachten!

Hier gibt’s die ersten Bilder von NZ.

Dez 09

Bye Bye Australien

Als letztes besuchten wir noch Kalgoorlie-Boulder wo wir eine der grössten Goldminen der Welt besichtigten. Dieses enorme „Loch“ hat sich den Namen Superpit wirklich verdient und ist mit seinen 3500 x 1500 x 500 m so riesig, dass selbst die Minen-Lastwagen mit ihren 225 Tonnen Gesteinsladungen wie Spielzeugautos wirken.

Superpit in Kalgoorlie-Boulder

Nun ist es aber so weit und nach gut 18 Monaten und 70‘000 km ist mein Australien Abenteuer am Ende. Das Auto und Surfbrett sind verkauft, Konto und Versicherung gekündigt und die Koffer gepackt. Morgen früh geht es los mit der 18 stündigen Odyssee via Sydney nach Christchurch wo mein 60 tägiges Neuseeland-Abenteuer beginnt.

Mein Route durch Australien

Nov 24

All the way back to Perth

Von Kununura aus folgte ich meinen Reifenspuren zurück nach Perth. Somit verzichte ich an diese Stelle auf eine Wiederholung und verweise auf die alten Bilder und Berichte. Und zeige lieber einige Fotos von Tieren, welchen wir über den Weg liefen bzw. fuhren.

Frilled Lizard (Chlamydosaurus kingii)

Von Kununurra aus ging es via Gibb River Road nach Broome wobei wir die meisten Gorgen besichtigten, welchen ich bereits 14 Monate zuvor einen Besuch abgestattet hatte. Dabei hatten wir leider wieder einmal einen platten Reifen und der Kompressor der Klimaanlage machte schlapp.

Canegrass Two-Lined Dragon (Diporiphora winneckei)

Von Broome aus ging es dann Richtung Süden durch den Millstream und Karrijini National Park nach Carnarvon. Von Carnarvon aus machten wir dann einen Abstecher in den wenig bekannten Kennedy Range National Park wo ich meinen 31 Geburtstag verbrachte.

Osprey (Pandion haliaetus)

Buff-banded Rail (Gallirallus philippensis)

In Exmouth und Coral Bay verbrachten wir dann unsere Tage mit Schnorcheln und sahen dabei zahlreiche Schildkröten und sogar Mantas.

Green Turtle (Chelonia mydas)

Reef Manta Ray (Manta alfredi)

Weiter ging es durch den Kalbarri National Park nach Jurien Bay wo wir uns einen Ausflug zu den Seehunden vor der Küste gönnten. Das Schnorcheln mit den Seehunden gehört definitiv zu den Highlights meiner Reise hier in Australien. Die Tiere sind unglaublich verspielt und lieben es mit den Leuten zu interagieren. Ausserdem waren wir 3 die einzigen Leute im Wasser und hatten die ganze Aufmerksamkeit der 10 Seehunde für uns :-).

Australian Sea Lion (Neophoca cinerea)

Nun bin ich aber zurück in Perth und versuche mein Auto zu einem fairen Preis an den Mann zu bringen bevor es dann am 10 Dezember weiter geht nach Neuseeland.

Okt 09

The Red Center

Von Alice Springs aus ging es nach Westen in die West Mc Donnell Ranges wo wir als erstes den Simpson Gap mit zahlreichen Zebra-Finken und Rock-Wallabys besuchten. Danach ging es zum von Touristen überfüllten und leider etwas enttäuschenden Standley Chasm.

Standley Chasm

In der wesentlich weniger besuchten Serpentine Gorge wurde unser Aufstieg zum Aussichtspunkt mit einem herrlichen Ausblick über die Schlucht belohnt. Danach besuchten wir einige Ockerguben, aus welchen die Aboriginals ihre Farben gewannen. Die Nacht verbrachten wir dann in der Ormiston Gorge. Während der Nacht begann es dann zu regnen, was für uns etwas ärgerlich war, aber längst fällig. Hier in Alice Springs war es der erste Regen seit 155 Tagen!

Serpintina Gorge

Am nächsten Morgen zeigte sich bereits wieder die Sonne und wir machten uns auf zur Glen Helen Gorge und weiter zur Redbank Gorge. Die Schlucht lässt sich nur schwimmend und kletternd erkunden und das Wasser ist extrem kalt. Es fallen immer wieder Echsen und Schlangen ins Wasser und ertrinken, da sie im kalten Wasser kaum Energie haben sich zu bewegen. So sahen wir auf unserer Erkundungstour tatsächlich einige tote Echsen im Wasser. Nach 45 Minuten im Wasser und am Klettern waren wir dann richtig durchgefroren und es reichte uns für den Tag. Als Highlight habe ich aber noch das Leben einer kleinen Schlange gerettet, welche ins Wasser gefallen war und sich bereits kaum mehr bewegen konnte. Nach einigen Minuten in der Sonne wurde sie aber wieder ganz mobil. Wie sich im Nachhinein herausstellte, handelte es sich dabei um eine seltene und hoch-giftige Todes-Otter (Acanthophis pyrrhus).

Glen Helen Gorge

Am nächsten Tag ging es dann weiter vorbei am Gosse Bluff Meteoriten-Krater zum Kings Canyon wo wir eine tolle Wanderung mit herrlichem Licht unternahmen. Danach hiess es Gas geben um noch einiges der Distanz zum Uluru hinter uns zu bringen.

Kings Canyon

Die nächsten 2 Tage verbrachten wir dann am Uluru, wo wir als erstes einmal die 10 km um den Felsen herum spazierten. Leider was der Aufstieg wegen (angeblich) starkem Wind auf dem Gipfel geschlossen. Abends genossen wir dann einen magischen Sonnenuntergang am Uluru bevor wir uns früh schlafen legten um am nächsten Morgen für den Sonnenaufgang bereit zu sein.

Sonnenuntergang am Uluru

Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück um Schatten des Uluru besuchten wir noch die Kata Tjunta wo wir eine tolle mehrstündige Wanderung unternahmen. Danach ging es weiter Richtung Finke River National Park wo wir erstmals 5h (85 km) 4WD –Spass vor uns hatten um ins Palm Valley zu gelangen. Nach einer kurzen Wanderung im palmengesäumten Tal ging es dann zurück nach Alice Springs um Diesel und Vorräte aufzufüllen.

Kata Tjuta

Da es im Osten von Alice Springs (East Mc Donnell Ranges) auch einiges zu sehen gibt, machten wir uns sogleich wieder auf den Weg. Leider gibt es einen guten Grund, dass diese Gorgen wesentlich weniger besucht sind als ihre Schwestern im Westen… Das Ganze war eher durchschnittlich und wir waren nur einen halben Tag beschäftigt. Aber wenigstens sah ich endlich eine Herde von wilden Kamelen.  Am Nachmittag stand dann der Besuch der Geisterstadt von Aritunga auf dem Programm wo man auf eigne Faust eine der Stillgelegten Goldminen erkunden konnte. Die Nacht verbrachten wir dann in Gemtree wo wir uns am nächsten Morgen auf machten um nach Garnets (falschen Rubinen) zu suchen. Nach einem Tag buddeln und Waschen in der Sonne waren wir fix und fertig aber um einige Edelsteine reicher :-). Zu unserer Freude fanden wir wirklich etwa 15 Steine, welche sich zu schleifen lohnen würden und für Schmuck taugen.

Wilde Kamele

Weiter ging es dann auf die lange und ereignislose Fahrt nach Kununurra (1800 km). Auf dem Weg  besuchten wir noch die Devils Marbles und die heissen Quellen von Mataranka wo zu dieser Jahreszeit tausende von Flughunden in den Bäumen hängen.

Devils Marbles

Hier gibt’s noch mehr Bilder vom NT.

Sep 29

Kunnunurra to Alice Springs by Tanami Desert Road

Von Kununurra ging es los Richtung Wynham. Dabei durchquerten wir nochmals die Perry Lagoon mit den vielen schönen Wasservögeln. Wir hatten das Glück vor Ort zwei angefressene Hobbyornithologen anzutreffen, welche uns einige der seltenen Vögel zeigten und auf ein 2.5 m Krokodil hinwiesen. Danach ging es weiter nach Wynham und von dort auf einem Dirt-Track Richtung Gibb River Road. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Track bei einem riesigen Affenbrotbaum.

Grosser Affenbrotbaum

Nach einigen Stunden auf dem sandigen Track erreichten wir dann am nächsten Morgen El Questro wo wir die nächsten 3 Tage mit dem erkunden der zahlreichen Schluchten (Amalia, Emma, El Questro, Moonshine usw.) verbrachten. Ich verzichte an dieser Stelle auf viele Bilder, da sie sich nicht gross von jenen unterscheiden, welche ich letztes Jahr an gleicher Stelle aufgenommen habe (Alter Atrikel).

Wasserfall in der El Questro Schlucht

Nach El Questro ging es weiter Richtung Süden zu dem Bungles Bungles National Park. Hier sahen wir bereits beim Reinfahren in den Park, dass einige Teile des Parks wegen Feuer geschlossen sind. Wir beschlossen aber trotzdem die 50 km (2 h) 4WD-fahren auf uns zu nehmen um den Rest des Parks zu besichtigen. Ausserdem hiess es der Rest könnte am nächsten Tag wieder freigegeben werden. Guter Hoffnung machten wir uns es also auf dem Bush-Camping gemütlich und genossen wie immer ein leckeres Abendessen als die Feuerwehr mit Blaulicht anrückte und uns informierte, dass der Park evakuiert wird. Zum Glück erst morgen früh um 7 Uhr. Nach einer kurzen Nacht fuhren wir also unverrichteter Dinge wieder aus dem Park und weiter nach Halls Creek. Nach dem Auffüllen unserer  Dieselvorräte ging es auf die Tanami Desert Road  (1200 km Gravel Road) nach Alice Springs. Als erster (und einziger) Stopp stand der Wolf Creek Meteor Krater auf dem Programm. Hauptsächlich bekannt aus gleichnamigem Film. Das ist schon ein eindrückliches Loch mit äusserst interessanter Vegetation im Kraterinneren.

Wolfe Creek Meteoritenkrater

Von Wolfe Creek bis Alice gab es dann wenig zu sehen und wir fuhren die Strecke in 2 Tagen durch. Dabei handelten wir uns noch einen platten Reifen ein. Was auf einer solchen Strecke nicht sonderlich erstaunt war umso ärgerlicher, da der Reifen von einer Schraube durchlöchert wurde. Somit gab es in Alice Springs aber neue Reifen, was ohnehin in den nächsten 3000km fällig gewesen wäre. Nach einem Tag in Alice Springs mit Reifenwechsel, Einkaufen und Waschen ging es dann los um das Red Center zu erkunden.

Sep 19

Darwin to Kununurra

Nachdem meine Eltern am 4 September in Darwin gelandet waren und wir uns mit Vorräten für die nächsten Tage eingedeckt hatten, war es Zeit loszufahren Richtung Kakadu National Park. Als erstes besuchten wir den Fogg Dam und machten nochmals eine der Krokodil-Touren auf dem Adelaide River.

Dominion das 5.5m Krokodil im Adelaide River

Im Kakadu National Park angekommen besuchten wir die Felsenmalereien bei Ubirr, machten einen Spaziergang entlang der Grenze zu Arnhem Land und genossen einen herrlichen Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen ging es dann weiter zu mehr Aboriginal Kunst und zum Schwimmen bei den Jim Jim Falls.

Jim Jim Falls im Kakadu National Park

Die nahegelegenen Twin Falls standen dann am nächsten Tag auf dem Programm. Abends sassen wir jeweils am Lagerfeuer und genossen ein paar Bierchen und leckeres Essen. Als letzten Stopp im Kakadu National Park besuchten wir noch die Baramundi Gorge und den Gunlom Wasserfall. Weiter ging es zu den heissen Quellen von Douglas wo wir es uns gutgehen liessen und am nächsten Morgen eine Wanderung in die einsame Butterfly Gorge in Angriff nahmen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Pine Creek um uns mit Bier und Essen einzudecken ging es in den Litchfield National Park. Die 4WD Strecke von Süden in den Park ist wirklich super zu Fahren und führt vorbei an einigen wunderschönen Wasserfällen und unzähligen Termitenhügeln.

Magnetic Termite Mounds im Litchfiel National Park

Im Hauptteil des Parks angekommen, besuchten wir die obligatorischen Punkte wie Florence Falls, Wangi Falls und Buleys Rock Hole. Da es uns aber zu viele Leute hatte, machten wir einen Abstecher in die Lost City. Leider gibt es aus gutem Grund wenige Touristen in der Lost City, denn viel zu sehen gibt es nicht… Auf dem Weg fanden wir jedoch ein gestrandetes Auto von 2 Engländern, welches wir dann über die 4 WD Piste abschleppen durften. Dies war mal was anderes und ganz spannend.

Lost City im Litchfield National Park

Zurück aus Litchfield und wieder in Darwin besuchten wir für einige Tage meine Freunde bevor es weiter ging Richtung Katherine zu den Florence Falls. Nach einer kleinen Wanderung und einem gemütlichen Abend ging es am nächsten Morgen zum Kanufahren in der Katherine Gorge. Danach folgte die lange Fahrt nach Lake Argyle wo wir abends den Sonnenuntergang aus dem Invinity-Pool beobachteten.

Infinity-Pool beim Lake Argyle

Von Lake Argyle war es dann nur noch ein Katzensprung nach Kununurra, wo ich mein Auto von NT auf WA um gelöst habe und mich auf die Gibb River Road vorbereite.

Hier geht’s zu den Bildern von NT.

Sep 05

Two weeks in Darwin

Meine 2 Wochen in Darwin vergingen wie im Fluge. Es fühlte sich an wie Ferien vom Reisen :-). Unter der Woche verbrachte ich die meiste Zeit mit Nichtstun und am Auto rumbasteln. Die Abende waren dann meistens gemütliches Biertrinken mit alten und neuen Freunden. Am ersten Wochenende machten wir dann einen Ausflug mit Daves Boot auf eine der Sandbänke vor dem Hafen von Darwin. Dabei unternahm ich meine ersten Versuche im Tubeing und Kneeboarding. Das war ganz lustig wenn auch etwas beängstigend wenn man mit 70 km\h in einem Reifen über das Wasser donnert.

Kneeboarding vor Darwin

Am zweiten Wochenende  versuchten wir dann unser Glück beim Fischen. Nebst einigem Kleinkram fing ich sogar einen kleinen Hai! Aber zum Essen war nicht viel dabei und wir ernährten uns hauptsächlich von Bier.

Daves Boot an meinem Troopy gefahren von Albi :-)

Am letzten Wochenende fuhr ich dann mit Albi nochmals 3 Tage in den Kakadu National Park wo wir einige Abenteuer mit Klettern und Felsenspringen erlebten.

Albi on Top of Gunlom Falls

Dann war es auch schon so weit und meine Eltern sind mit einiger Verspätung hier in Darwin gelandet.

Ältere Beiträge «